Der Tourist verschwindet nachts im Urwald. Nach 6 Tagen findet man diese Hinterlassenschaft

Es gibt Geschichten, die klingen wie aus einem Märchenbuch. Und was dem 25-jährigen Chilenen Maykool Coroseo Acuña im Februar dieses Jahres in der Amazonas-Region zugestoßen ist, klingt tatsächlich unfassbar.
„Max Adventures“, eine Agentur für Erlebnisreisen, führte wieder einmal eine Gruppe Touristen den Amazonas entlang durch den bolivianischen Nationalpark Madidi. Doch schon in der ersten Nacht nahm das Unglück seinen Lauf. Maykool verschwand unbemerkt, ohne irgendeine Spur zu hinterlassen.

Und in der Tat war Maykool dem Besitzer der Agentur, Feizar Nava, bereits am Abend zuvor aufgefallen. „Er verhielt sich etwas seltsam,“ so Feizar. „Sein Gesicht sah komisch aus.“ Im bolivianischen Tiefland glauben noch immer viele Menschen, dass mystische Kräfte in dem Wald hausen. Darum beginnt Feizar jede Tour mit einer speziellen Zeremonie zu Ehren von Pachamama, der Erdgöttin. Als Maykool aber die Teilnahme verweigerte, war das für Feizar schon ein böses Omen. Er befürchtete, der Waldkobold Duende würde sich dafür rächen.

Feizar informierte nicht nur die Parkranger über das Verschwinden Maykools, sondern rief auch die Schamanen des Waldes zu Hilfe. Während die Ranger den Park durchsuchten, versuchten Tiburico und seine Frau, die beiden Schamanen, die Götter zu besänftigen und baten sie um Gnade.

Es vergingen sechs Tage, bis der erste Hinweis auf Maykool entdeckt wurde: seine Socken. Die Schamanen benutzten sie als eine Art Fenster in die Seele des Mannes, um ihn ausfindig zu machen.

Und wie es der Zufall so wollte, drei Tage später fanden sie ihn tatsächlich nur ungefähr 800 Meter von dem Camp entfernt wieder. Er war zwar von Moskitostichen übersät und vollkommen dehydriert, aber seine Überlebensgeschichte sollte alle verblüffen.

In der Nacht, in der Maykool verschwunden war, hatte er auf einmal eine ungekannte Rastlosigkeit verspürt. Er meinte später, der Dschungel hätte förmlich nach ihm gerufen. „Ich lief einfach so los“, erinnert er sich. „Ich trug Sandalen, aber ich dachte, die halten mich nur auf. Ich hab sie weggeworfen, dann auch mein Handy und später sogar meine Taschenlampe. Irgendwann hörte ich auf zu rennen und dachte das erste Mal richtig nach. ‘Was hab ich nur getan? Was mache ich hier gerade?’ Als ich wieder umdrehen wollte, war es schon längst zu spät.“

Was er danach erzählte, sorgte freilich für noch größeres Erstaunen: Ohne Wasser und Proviant im Wald gefangen, wäre er nach neun Tagen normalerweise verdurstet. Doch er hatte wundersame Hilfe erhalten. Als er auf dem Boden gesessen hatte, fiel neben ihm plötzlich eine Frucht herunter, und als er nach oben sah, erblickte er eine Gruppe Äffchen. Sie hatten ihm Früchte gebracht, ihn zu einem Unterschlupf geführt und ihm jeden Tag Wasserstellen gezeigt.

Ohne die Hilfe der Tiere hätte Maykool seinen Ausflug nicht überlebt. Es schien fast so, als ob jemand über ihn gewacht hätte.

Quelle: http://www.heftig.de

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