Studentin rettet 350 Straßenkatzen das Leben

In Riga, der Hauptstadt Lettlands, ist das Leid der heimatlosen Straßenkatzen groß. Sie vermehren sich unkontrolliert und niemand fühlt sich für die armen Samtpfoten verantwortlich. Die meisten Tiere sind von schlimmen Krankheiten befallen und erreichen aufgrund mangelnder tierärztlicher Versorgung oft nicht mal das Erwachsenenalter. Doch Hilfe naht! Denn die 21-jährige Studentin Zanda Indriksone hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, so viele Katzen wie möglich zu retten.

Es begann vor zwei Jahren mit einem Kätzchen, das Zanda auf ihrem Heimweg von der Schule mitten auf der Straße fand. Das kleine Fellknäuel bestand nur noch aus Haut und Knochen und war wegen seiner eitrig verklebten Augen fast blind.

„Ich konnte nicht einfach weitergehen und das Kätzchen seinem Schicksal überlassen! Seitdem nimmt es kein Ende mehr“, erzählt Zanda.

„Das Erste, was ich tue, wenn ich eine Katze finde, ist, sie zum Tierarzt zu bringen, damit er ihren Zustand einschätzen und ihr Alter bestimmen kann“, erklärt die junge Studentin.

350 Katzen hat die junge Frau innerhalb von 2 Jahren so vor dem sicheren Tod gerettet. Heute ist sie Mitglied der „Cat Care Community“, einer Organisation, die sich um die Vermittlung von streunenden Katzen kümmert und Holzhäuser für Straßenkatzen baut, damit sie den harten Winter Lettlands überstehen können.

Über das harte Leben der Katzenstreuner auf den Straßen ihrer Heimat sagt Zanda: „Wir Menschen haben die Katzen domestiziert und ich glaube, dass wir deshalb verpflichtet sind, ihnen zu helfen – oder viele von ihnen müssen sterben. Es ist kein Geheimnis, dass Lettland ein Problem mit streunenden Katzen hat, aber es liegt in unserer Verantwortung, dagegen etwas zu tun.“

Mittlerweile hat Zanda sich ein richtiges Netzwerk aufgebaut, um die geretteten Katzen erst gesund zu pflegen und anschließend zu vermitteln. Angesichts der vielen heimatlosen Samtpfoten Rigas ist das ganz allein einfach nicht zu leisten.

Auch die medizinische Versorgung der Tiere hat sich die hübsche Studentin über die Zeit mit Hilfe der Tierärzte, die ihr zur Seite stehen, angeeignet.

Doch die Tierarztkosten und der Unterhalt für die Streuner sind sehr hoch. Jeder, der ein Haustier hat, das schon einmal ernsthaft krank wurde, weiß, welche Beträge auf einer Arztrechnung manchmal zusammenkommen. Geld, das die Studentin für Wirtschaftswissenschaften nicht hat.

Eine Freundin und Unterstützerin von Zanda hat nun eine Spendenseite für sie eingerichtet, denn es ist Frühling und bald sind die Straßen Rigas wieder voller neugeborener Kätzchen, die Hilfe brauchen.

In diesem Video zeigt sich einmal mehr, wie dankbar Zandas Katzen ihr für ihre Rettung sind.

Posted by Zanda Indriksone on Friday, October 21, 2016

Menschen wie Zanda sind es, die an dieser grausamen Welt etwas verändern können, die schlimme Orte zu besseren machen und das Leid der Tiere auf dieser Erde etwas lindern, anstatt es zu vergrößern! Dafür sollten wir sehr dankbar sein.

Quelle:http://www.tierfreund.co

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