Darum sollte niemand gegrillte Brühwurst essen.

Jedes Jahr machen die ersten warmen Frühlingstage aufs Neue unmissverständlich klar: Auch die „Grillfraktion“ ist wieder aus dem Winterschlaf erwacht. Neben dem Duft zarter Blüten wabern auch Rauchschwaden durch die Straßen, die ihren Ursprung in Steaks, Würstchen, Fisch und Maiskolben haben. Die „Herren der Glut“ sollten aber unbedingt ein Auge darauf werfen, was da auf ihren Rost kommt. Denn nicht alles Wurstige eignet sich gleichermaßen für die Grillparty. Was steckt dahinter?

Warum beim nächsten Grillfest nicht einfach mal ausprobieren, wie Wiener Würstchen, Bockwurst, Hot Dogs, Leberkäse, Schinken & Co. schmecken, wenn ihnen von der Glut ordentlich „der Hintern heißgemacht“ wurde? Bei vielen sind diese Fleischwaren ohnehin Teil des täglichen Speiseplans. Doch Vorsicht: Wenn du Fleisch grillst, das mit Nitritpökelsalz behandelt wurde, schenkst du dem Krebs eine Eintrittskarte für deinen Körper.

Nitritpökelsalz ist ein (zwar ungesunder, aber effektiver) Konservierungsstoff, der z.B. Wurst und Fleisch nicht nur vor Bakterienbefall schützt, sondern auch dafür sorgt, dass sie hinter der Theke im Supermarkt ihre rosige Farbe behalten. Wenn du auf der Verpackung den Inhaltsstoff „E 250“ entdeckst, dann enthält dein Lebensmittel diesen synthetisch hergestellten Stoff.

Grillst du nun eine Wurst, die Nitritpökelsalze oder Natriumnitrit enthält, sorgen die hohen Temperaturen dafür, dass es eine chemische Reaktion zwischen dem Konservierungsstoff und den im Fleisch enthaltenen Eiweißstoffen, den Aminen, gibt. Heraus kommt nichts Gutes, nämlich Nitrosamine, die beim Abbau durch den Körper Krebs hervorrufen können.

Merke dir also:

1. Mit Nitritpökelsalz hergestellte Fleisch- und Wurstwaren haben auf dem Grill nichts verloren. Verbanne also Brühwürste, Kassler, Schinken, Leberkäse etc. für immer und ewig vom Rost!

2. Bei frischen Steaks sowie Wurstwaren, die explizit als Brat- oder Grillwürstchen deklariert sind (z.B. Bratwurstschnecken, Rostbratwürstchen), besteht dieses Risiko nicht.

3. Wenn du gepökeltes Fleisch nur im Wasser erwärmst, kommt es nicht zu der genannten chemischen Reaktion. Selbst kochendes Wasser ist wesentlich kälter als die Glut unter dem Rost. Fürs Grillen sind ab 200 °C aufwärts erforderlich.

4. Neben Schweine- und Putensteaks machen auch Steaks von Lachs, Thun- oder Schwertfisch auf dem Grill eine gute Figur. Nicht zu vergessen: Soja- und Tofuwürste, Paprika-, Zucchini- oder Auberginenscheiben, Pilze, Maiskolben und Kartoffeln.

Besonders vorsichtig solltest du übrigens beim Verzehr von Hot Dogs sein!

Hot Dogs sind nicht nur in den USA überaus beliebt. Auch bei den Deutschen gehört das Würstchen im Brötchen mit verschiedenen Toppings wie Senf und Röstzwiebeln längst zu den beliebtesten Fastfood-Gerichten. Kein Wunder: Schließlich kommt der Hot Dog ursprünglich aus Deutschland!

Eine Studie hat jedoch ein Ergebnis erbracht, das alle Hot-Dog-Liebhaber nachdenklich machen sollte: Die Forscher fanden heraus, dass Kinder, die 12 Hot Dogs und mehr im Monat essen, ein 9-mal größeres Risiko haben, an Leukämie zu erkranken! Bei schwangeren Frauen kann der Hot-Dog-Konsum schädliche Folgen für das Baby haben. Schon ein Hot Dog pro Woche kann dazu führen, dass das Kind später einen Hirntumor entwickelt.

Hot Dogs werden industriell hergestellt und enthalten Nitrite. Diese sind auch in Speck, Salami sowie verschiedenen Wurstarten enthalten. Besonders gefährlich sind Nitrosamine, die in sauren Milieus wie dem menschlichen Magen aus den Nitriten gebildet werden.

Im Jahr 2010 hat die „International Agency for Research on Cancer“ der WHO (Weltgesundheitsorganisation) bekanntgegeben, dass Nitrate und Nitrite potentiell krebserregend sind. Dies gilt besonders für die Nitrosamine. Nitrate sind natürlich auch in vielen Gemüsesorten wie Spinat oder Blattgemüse vorhanden. Jedoch konnte hierbei kein Zusammenhang mit Magenkrebs nachgewiesen werden.

Hot Dogs, Speck und andere industriell hergestellte Wurstwaren solltest du daher so selten wie möglich essen. Beim Gemüsekauf solltest du darauf achten, Saisongemüse zu kaufen, da viel Licht zu einer geringeren Nitratbildung führt. Zudem solltest du zu Bio-Gemüse greifen. Eine Studie der Newcastle-Universität hat ergeben, dass dieses 30 Prozent weniger Nitrate und 87 Prozent weniger Nitrite enthält als herkömmliches Gemüse.

Quelle: http://www.gutfuerdich.co

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