Die Medien schweigen, während christliche Extremisten Muslime in Zentralafrika „abschlachten“

Hunderte von Zivilisten suchen in der Zentralafrikanischen Republik Zuflucht in einer Moschee in der Grenzstadt Bangassou, so berichtet Reuters.

Was für die Öffentlichkeit überraschend sein mag, ist, dass diese Zivilisten versuchen, den laufenden Anschlägen seitens christlicher Milizen zu entgehen, die vor einer Woche mindestens 30 Zivilisten getötet haben, so die UN-Beamten und Hilfskräfte.

Laut Reuters waren an den Angriffen in Bangassou, an der kongolesischen Grenze gelegen, Hunderte von Kämpfern mit schweren Waffen beteiligt. Die Kämpfe richten sich gegen die muslimischen Bevölkerungsgruppen und signalisieren, dass der Konflikt, der das Land im Griff hat, sich weiter verschlechtert.

„Die Situation ist äußerst bedauerlich, und wir tun alles, um die Kontrolle über Bangassou schnell zurückzugewinnen“, sagte der Chef der UNO-Mission Parfait Onanga-Anyanga gegenüber Reuters in einem Interview.

Onanga-Anyanga zufolge sind viele der Kämpfer Kindersoldaten, die unter dem Einfluss von Drogen zu sein schienen.

Der Vorsitzende des Roten Kreuzes in der Zentralafrikanischen Republik, Antoine Mbao-Bogo, sagte, seine Mitarbeiter hätten 115 Leichen In Bangassou gezählt nach dem jüngsten Kampf.

Während diese Entwicklungen für den Großteil der Öffentlichkeit unbekannt sein dürften, ist die Wahrheit, dass dieser Konflikt schon seit einiger Zeit tobt. Laut dem Guardian, sind bereits Tausende von Muslimen in diesem Konflikt getötet oder vertrieben worden. Die Stadt Bangui zum Beispiel hatte zuvor etwa 130.000 muslimische Einwohner, während die Zahl der Muslime mittlerweile wahrscheinlich unter 1.000 liegt.

Reuters zufolge ist die UNO-Basis in Bangassou auch das Ziel von Angriffen gewesen.

Das Land wird von dieser Gewalt seit 2013 beherrscht, als überwiegend muslimische Seleka-Kämpfer den damailgen Präsident Francois Bozize aus dem Amt gedrängt haben. Amnesty International beschreibt die Entwicklungen im Land seit die Kämpfe ausgebrochen sind als „ethnische Säuberungen“.

Während dieser Konflikt wütet, erwarten Sie indes bitte nicht, dass die Massenmedien dem Thema demnächst etwa irgendwelche Aufmerksamkeit widmen werden – es passt halt nicht zu ihrer gängigen Erzählung, wonach nur die mehrheitlich muslimischen Länder Gruppen von Extremisten einsetzen, welche die Zivilbevölkerung terrorisieren.

Im Jahr 2015, führte der UN-Entwicklungsindex die Zentralafrikanische Rublik als das Land mit dem niedrigsten Niveau der menschlichen Entwicklung. Das Land war in der Bewertung das absolute Schlusslicht. Es ist der zwölftgrößte Hersteller von Diamanten und verfügt über einen geheimnisvollen, blutigen Handel mit Gold, sowie auch Häfen, Mineral-, Uran- und Ölreserven.

Befreiung könnte nah sein, jedoch dürfte die Mehrheit der christlichen Bevölkerung des Landes das gern aus der Erzählung seitens der USA über deren ‚Krieg gegen den Terrorismus‘ heraushalten.

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