Fukushima: Radioaktives Cäsium dringt immer tiefer in die Erde ein

Untersuchungen des Erdbodens rund um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi zeigen, dass das radioaktive Cäsium immer tiefer ins Erdreich einsickert.

Seit der Havarie des Atomkraftwerkes Fuskushima Daiichi vor rund fünf Jahren, als in der ganzen Region radioaktives Cäsium den Erdboden kontaminierte, sickerte dieses Element – auch infolge des Regens – immer tiefer in den Erdboden ein. Inzwischen sind es schon rund fünf Zentimeter, die das Cäsium in die Tiefe zurücklegte.

Über 170 Forscher der Japanischen Geowissenschafts-Union und der Japanischen Gesellschaft für nukleare und radiochemische Wissenschaften sammelten im vergangenen Jahr eine umfangreiche Menge an Bodenproben in der ganzen Region rund um Fukushima, um so den Kontaminationsstatus und den Übergangsprozess des radioaktiven Cäsiums fünf Jahre nach dem Erdbeben und dem daraufhin gekommenen Tsunami festzustellen.

Dabei sammelten sie an 105 Orten im Umkreis von bis zu 40 Kilometern rund um Fukushima ihre Bodenproben, wobei sie auch in die stark radioaktiv kontaminierten Gebiete Nahe des Atomkraftwerks miteinbezogen. Vor allem jedoch wollten die Wissenschaftler durch diese großangelegte Untersuchung dazu beitragen, zu verstehen, wie lange das radioaktive Material im Erdboden verbleibt und wie lange ein gesundheitliches Risiko für Menschen, Tiere und Pflanzen bestehen wird.

Umfangreiche Daten zur Untersuchung durch das Team um Kazuyuki Kita, Yuichi Onda, Yasuhito Igarashi, Masatoshi Yamada, Haruka Minowa und Hiroaki Kato finden sich in englischer Sprache auf der Website der JpGU-AGU.

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