Heinz ist kein Ketchup

Nach einer Lobbyisten-Kampagne von Osem – die Firma, der die am meisten verkaufte Ketchupmarke Israels gehört – entschied das israelische Gesundheitsministerium im Jahr 2015, dass in Heinz Ketchup nicht genug “Tomatenfeststoffe” enthalten sind, um das Produkt als Ketchup einzustufen; statt dessen wurde es zu einer “Tomatenwürze” herabgesetzt. Die israelischen Lebensmittelstandards fordern, dass Ketchup mindestens 41% Tomatenkonzentrat enthält; in Heinz sind jedoch nur 21% Tomatenkonzentrat enthalten.

Das ist jedoch nicht der einzige Grund, warum die weltweit beliebteste Marke (zumindest laut Aussagen der Firma) vom Speisezettel gestrichen werden sollte. Heinz Ketchup ist nicht nur ungesund, sondern extrem giftig und der Konsum über einen langen Zeitraum hinweg ist ziemlich gefährlich. Hier sind die 5 Gründe, warum ihr im Umgang mit diesem Würzmittel vorsichtig sein solltet:

1. Maissirup mit hohem Fruchtzuckergehalt: Die FDA (die US-amerikanische Food and Drug Administration – zu Deutsch: Nahrungs-und-Medizin-Verwaltung) zählt Ketchup nicht zu den tödlichen Lebensmitteln. Aber da Maissirup mit hohem Fruchtzuckergehalt einen tatsächlich töten kann, ist man auch nicht auf der sicheren Seite. Diese toxische Zutat, die aus erheblich genetisch modifiziertem Mais hergestellt wird, gehört zu den Hauptverursachern von Herzerkrankungen, Übergewicht, Krebs, Demenz, Leberversagen, Zahnfäule und Diabetes. Sobald der Körper es metabolisiert (verdauut) hat, kann es zu einem raschen Anstieg des Blutzuckers führen, verheerenden Schaden am Immunsystem ausrichten und die Leber beschädigen.

Zudem ist in Maissirup mit hohem Fruchtzuckergehalt Quecksilber enthalten, das von der FDA weder reguliert noch gemessen wird. Im Jahr 2009 ergaben zwei in den Vereinigten Staaten durchgeführte Studien, dass Quecksilber in beinahe einem Drittel von 55 beliebten Markennahrungsmitteln und -getränken enthalten war, in denen Maissiruip mit hohem Fruchtzuckergehalt als erst- oder zweitgenannte Zutat auf der Zutatenliste stand.

“Quecksilber ist in all seinen Formen toxisch. In Anbetracht der Tatsache, wie viel Maissirup mit hohem Fruchtzuckergehalt von Kindern konsumiert wird, könnte dieser eine bedeutsame zusätzliche Quecksilber-Quelle darstellen, die bislang nicht in Betracht gezogen wurde. Wir forden die Industrie zu sofortigen Änderungen auf und bitten um Mithilfe [der US Food and Drug Administration FDA], um dieser vermeidbare Quecksilber-Kontaminatio in der Lebensmittelversorgung Einhalt zu gebieten“, hatte Dr. David Wallinga, Ko-Autor der beiden Studien und tätig am Institute for Agriculture and Trade Policy (etwa: Institut für Landwirtschaft und Handelspolitik), angemahnt.

2. Zucker: Heinz Tomato Ketchup enhält 23,6 Gramm Zucker pro 100 Gramm. Laut der American Heart Association (Amerikanische Herz-Vereinigung) beträgt die maximale Menge an Zucker, die man pro Tag zu sich nehmen sollte, 37,5 Gramm oder 9 Teelöffel für Männer und 25 Gramm oder 6 Teelöffel für Frauen. Eine Portion Heinz von der Größe eines Suppenlöffels hat 4 Gramm Zucker. 1 Suppenlöffel = 3 Teelöffel. Aber wer isst denn nur 1 Suppenlöffel davon? Zur visuellen Verdeutlichung könnt ihr euch das nachfolgende Video ansehen:

https://youtu.be/d55LYvOrM1A

In diesem Video erklärt der YouTuber Cycling Explorer ™, wie viel Zucker in Ketchup wirklich steckt. Auf den Packungen in Deutschland steht die Zutat Zucker direkt an dritter Stelle. In den Vereinigten Staaten verbirgt sich der Zucker hinter den Angaben an 3. und 4. Stelle auf der Zutatenliste, nämlich in Form von high fructose corn syrup und corn syrup (Maissirup mit hohem Fruchtzuckergehalt, bzw. Maissirup). Generell gilt als Faustregel: Je weiter vorne eine Zutat auf der Liste steht, desto mehr ist davon enthalten. Ein Blick auf die Nährwertangeben lohnt sich ebenfalls: Von den 23,2g Kohlenhydraten auf 100g Ketchup sind 22,8g Zucker. Eine gesündere Alternative zum Ketchup ist zweifach oder dreifach konzentriertes Tomatenmark, das neben dem natürlichen Fruchtzucker entweder gar keinen oder weniger zugesetzten Zucker enthält (zwischen 12g und 18g pro 100g, je nach Zubereitung).

3. Branntweinessig: In einer Klage aus dem Jahr 2014 wurde behauptet, dass Heinz-Branntweinessig überhaupt nicht natürlich sei, sondern aus genetisch modifiziertem Getreide hergestellt werde, das mit toxischen Pestiziden und Chemikalien gezüchtet wird. Der Begriff Branntweinessig (distilled vinegar, “destillierter Essig”) ist eine unzutreffende Bezeichnung, denn er wird nicht durch die Destillation, sondern durch die Fermentation von destilliertem Alkohol hergestellt. Das Ferment wird verwässert, um eine farbneutrale Lösung mit 5% bis 8% Essigsäure im Wasser herzustellen, die einen pH-Wert von ungefähr 2,4 besitzt. Die pH-Messskala reicht von 0 bis 14. Werte unterhalb von 7 sind sauer.

4. Natrium: Das größte Problem mit dem Ketchup besteht darin, dass er viel Natrium enthält. Ein Esslöffel davon kann bis zu 190 Milligramm Natrium enthalten. Heinz Tomatenketchup enthält 907 Milligramm Natrium pro 100 Gramm – das sind ganze 37% der empfohlenen täglichen Menge von 2450mg. In Kombination mit all den anderen Natriumquellen in unserer Ernährung ist das definitiv ein Problem.

5. Genetisch veränderte Organismen (GVO, auf Englisch: GMO): Laut des USDA (das US-Landwirtschaftsministerium) sind mehr als 90% des Getreides, das in den USA angebaut wird, genetisch modifiziert. Während Maissirup mit hohem Fruchtzuckergehalt und Maissirup generell direkt aus genetisch modifiziertem Getreide gewonnen werden, tragen Tomatenkonzentrat (enthält Zitronensäure, die aus Getreide gewonnen wird), Essig (aus Roggen und Getreide) und Salt (enthält Dextrose, die aus Getreide gewonnen wird) indirekt dazu bei, dass Heinz Ketchup äußerst ungesund ist.

Quelle: http://derwaechter.net

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