Hillary´s E-Mails legen nahe, dass Bush und Blair über den Irak gelogen haben – ein „Blutsversprechen“ geschlossen haben, um den Menschen den Irakkrieg aufzuzwingen

Es scheint so, als sei George W. Bush in Bezug auf den Irakkrieg nicht ganz aufrichtig gewesen.

Aber wen interessiert das schon; erbauen wir ihm zu Ehren doch lieber noch ein weiteres Museum; das als Ehrung für den Mord an Millionen Irakern wird ein wenig einsam..

Deklassifizierte Emails haben nun offengelegt, wie oft die Bush Administration und seine Vertreter in der Vorkriegsperiode gelogen haben. US Gerichte haben nun die Veröffentlichung beschlossen.

Den Email Verkehr „erbte“ niemand geringeres als Hilary Clinton (auf ihrem privaten Email-Server) während ihrer Amtszeit als Staatssekretärin unter Obama. Gut gemacht, Hilary! Abgesehen davon, dass es ein unglückliches Versehen war, dass überhaupt jemand Kenntnis davon nahm, scheint die Paranoia des Hortens von Daten zumindest einmal ihr Gutes gehabt zu haben.

Unter den Autoren der Mails befindet sich auf Colin Powell, ehemaliger Staatssekretär – die Nachricht, verfasst am 28 März 2002, eine Woche vor dem berühmt-berüchtigten Treffen Blairs mit Bush auf dessen Ranch in Crawford, Texas (5. bis 7. April 2002). Das Treffen der beiden Gefährten wurde als Crawford Gipfel bekannt. Auch wenn Verschwörungstheoretiker schon lange behaupteten, dass dort die Invasion des Iraks besprochen wurde – die E-Mail beweist dies nun zweifelsohne.

Powell: Blair steht in Bezug auf den eingeschlagenen Weg der Terrorismusbekämpfung und des Iraks auch weiterhin zu dir und den Vereinigten Staaten. Er wird dir strategische, taktische und auch Leitfäden zum öffentlichen Sektor darlegen, die aus seiner Sicht den globalen Rückhalt für unser Vorhaben bestärken werden… Vor allem von zwei Punkten ist er überzeugt… der Sieg über Saddam wird zu mehr regionalen Erfolgen führen.

In einer Stellungnahme während des Crawford „Gipfels“ ließ Blair verlauten, dass „[wir] in dieser Angelegenheit […] alle Punkte in Betracht ziehen [müssen]. Militärische Interaktionen schließen wir bisher aus.“ – außerdem strebe man eine diplomatische Lösung an. Bullsh**. „Diese Stellungnahme war keine geheime, sondern eine öffentlich erklärte. Hier geht es nicht um eine Lüge, eine Verschwörungstheorie, oder eine mutwillige Täuschung. Es handelt sich um eine Entscheidung. Was ich damit meinte, war „Wir werden euch in der Konfrontation und dem Umgang mit dieser Bedrohung unterstützen.““ Notiz an mich selbst: Immer wenn Politiker etwas als „Verschwörung“ bezeichnen, ist das ein Indiz dafür, dass sie alles daran setzen, die Wahrheit ans Licht zu bringen..

In seinen Memoiren betonte Blair ein weiteres Mal, dass es sich um „einen Mythos“ handelt, dass er ein „Blutsversprechen“ eingegangen sei, in den Krieg einzutreten. Er hält daran fest: „Ich habe nie so ein Versprechen gegeben.“

In Bezug auf den Irakkrieg hat er bei jedem Schritt, jedem Atemzug, jedem niedergeschriebenen Wort, gelogen… die beiden (Bush und Blair) planten einen Konflikt und die Eroberung des Iraks, um diesen als Stützpunkt nutzen zu können – oder einen „regionalen Erfolg“, wie Powell es nennt.

Die Bevölkerung wurde tatsächlich im Glauben gelassen, Blair folge nur Bush´s Weisungen – ganz im Stile eines Schoßhündchens – und habe dabei keine Ahnung gehabt, in welche Situation er das Vereinigte Königreich hineinführte. Wohingegen die Mails nun ganz klar zeigen, dass er auf voller Linie mit Bush war und ihm sogar bei dem Entwerfen des Master Plans geholfen hat… Wenn überhaupt war Bush derjenige, der ahnungslos darauf hoffte, dass Blair eine Lüge zum Besten geben würde, die groß genug wäre, um die Bevölkerung hinters Licht zu führen.

Ein Memo der US Botschaft in London zeigt, dass Blair, bzw. einige seiner Bediensteten, Bush ausspionierten, um Informationen sicherzustellen, die Bush verwenden könnte, um die britische Bevölkerung dazu zu bringen, diesen Krieg zu befürworten. Politiker, die uns dahingehend manipulieren, dass wir unschuldige Menschen ermorden? Sag mir bitte, dass das nicht wahr ist!

Premierminister Tony Blair bekräftigte öffentlich seine Überzeugung für eine aktivere Irak-Politik. Führt man sich allerdings Umfragen der Wählerschaft vor Augen, so fällt auf, dass eine hohe Anzahl an Parteikollegen gegen militärische Aktionen jedweder Art im Irak sind. Ein Großteil bestätigte aber, dass sie gewillt sind, ihre Meinung zu ändern, falls es Beweise dafür gäbe, dass der Irak in die Geschehnisse des 11.09.2001 oder anderen terroristischen Handlungen involviert gewesen sei. Einige würden sogar von einer passiven Politik absehen, falls es tatsächliche (und öffentliche) Erkenntnisse über den Massenvernichtungswaffen-Status des Iraks bzw. eine Zuspitzung dieses gebe.

Wie zu erwarten war, schlüpften auch die Medien kurz nach dem Gipfel in ihre Rollen. So spielten sie die Bedrohung durch Terrorismus hoch, indem sie andeuteten, Saddam Hussein unterstütze Al-Qaida und besitze Massenvernichtungswaffen… So wurde die öffentliche Meinung völlig umgekehrt – und das nur durch fortwährende Lügen.

Die Veröffentlichungen waren für diejenigen von uns, die bereits zwei und zwei zusammengezählt hatten, wenig überraschend – allerdings mag dies vielleicht für den Rest von uns der entscheidende Denkanstoß sein, die Mainstream Medien und Aussagen unserer Politiker zu hinterfragen, wenn es darum geht, unsere Kinder in einen sinnlosen Krieg marschieren zu lassen.

Unten ist der deklassifizierte Email-Verkehr beigefügt:

***MAIL ONLINE – IF RUN FULL DOCUMENTPLEASE SUN SIDE BY SIDE AND MAKE FONTS LOOK SAME SIZE ***
For Tony Blair story for Mail on Sunday Politics page
Email from Colin Powell
Image vis Glen Owen MOS political reporter

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