Islamkritiker kann nur mit Polizeischutz auftreten

Die angeblich “friedlichste Religion der Welt” verträgt offenbar keine Kritiker – schon gar nicht, wenn sie aus dem eigenen Kreis kommen. Hamed Abdel-Samad konnte in Heidelberg nur mit Polizeischutz auftreten.

Wer den Islam, also eine religiöse Ideologie, kritisiert, muss damit rechnen, nicht nur persönlich attackiert zu werden, sondern – wenn man selbst Muslim ist/war – auch damit, einem Mordanschlag zum Opfer zu fallen. Denn die Apostatie, also der Abfall vom Glauben, wird im Islam mit dem Tode bestraft. Hamed Abdel-Samad, ein aus Ägypten stammender Publizist (eine Übersicht zu seinen Büchern gibt es hier) und bekannter Islamkritiker, der als drittes von fünf Kindern eines sunnitischen Imams geboren wurde und somit auch einen besonderen Einblick in das Wesen der angeblich “friedlichsten Religion der Welt” hat, kennt das zur Genüge.

Als der 45-Jährige kürzlich bei einer Podiumsdiskussion mit dem Titel “Europa und Islam – Wer wandelt wen?” in Heidelberg teilnahm, bei dem über 250 Zuhörer anwesend waren, konnte er nur mit umfangreichem Polizeischutz auftreten, wie die “Rhein-Neckar-Zeitung” berichtet. Denn ohne diesen staatlichen Schutz wäre der weithin bekannte Publizist wohl längst schon tot. Ein Zeichen dafür, dass es mit der Friedlichkeit dieser religiösen Ideologie nicht so weit her sein kann.

Kritik am Islam sei, so Abdel-Samad während der Diskussion, nicht nur ein Menschenrecht, sondern eine Menschenpflicht, berichtet die Zeitung. Wichtig sei es jedoch, so der Islamkritiker weiter, diese Debatte nicht auf den Rücken der Muslime auszutragen. “Keiner kritisiert den Islam in Deutschland härter als ich. Aber ich achte immer darauf, dass ich einen Unterschied zwischen der Ideologie und den Menschen mache.” Gerade die integrierten Muslime solle man demnach als Verbündete gewinnen. “Menschen sind flexibel, lernfähig und vielschichtig”, betonte Hamed Abdel-Samad. “Wer solche Debatten nutzt, um nur Hass und Ausgrenzung gegenüber Muslimen zu schüren, verhindert den Wandel.”

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