Katzenplage in Portugal – Städte bereiten drastische Maßnahmen vor

Die Krisenjahre hat viele Menschen in die Emigration geschickt und mittelständische Familien rutschten in die Armut ab. Das führte dazu, dass viele Haustiere ausgesetzt wurden und jetzt auf Portugals Straßen ihr Leben fristen müssen. Hunde werden immer wieder eingefangen was mit Katzen nicht so leicht ist. Sie vermehren sich explosionsartig.

Die Tierschützer gehen auf die Barrikaden. Die portugiesischen Städte, die von den Konservativen regiert werden, haben Probleme damit, die neuen Tierschutzbestimmungen, die von der Tierschutzpartei PAN eingereicht und durch Portugals Parlament abgesegnet wurden, zu akzeptieren. Die Tierheime sollen in Zukunft keine Todeslager mehr sein und daher sparen sich einige Munizipien die Tierfänger. Andere haben aus Tierfängern Tiermörder gemacht. Vor allem in ländlichen Gebieten haben Tiere den Stellenwert einer Ware. Jagdhunde müssen funktionieren und wenn nicht, dann wirft man sie weg. Dort werden Straßenhunde jetzt gleich ermordet, statt sie erst einzufangen. Es gibt keine Prämie mehr für lebend gefangene Hunde, die danach eingeschläfert werden!

Doch mit den Katzen ist es anders. Sie lassen sich nicht so leicht fangen, werden oft gefüttert und vermehren sich stärker als Hunde. Einige Städte haben jetzt regelrechte Katzenplagen. Nachdem sie 2015 – nach einem sehr milden Winter – eine Ratten und Mäuseplage verhindert haben, wollen die Städte die Katzen jetzt wieder los werden. Es ist die Rede von Gift, was aber auch Haustiere und unter Naturschutz stehende Arten wie Falken oder den Iberischen Geier gefährden würde. Vertreter von Tierschutzvereinigungen haben einstweilige Verfügungen angekündigt und gehen gerichtlich gegen die Städte vor.

Aber das allein löst das Problem der „Katzenplage“ nicht. Kampagnen sollen Katzenheime finanzieren. Kastrationen und allgemeine Gesundheitsmaßnahmen werden von freiwilligen Tierärzten kostenlos durchgeführt. Auch sucht man nach Freiwilligen, die Katzen adoptieren wollen. Einige bestehende „Santuários“ werden vergrößert. Dazu braucht es Geld und Spenden werden gesammelt. Wenn die Städte statt Gift zu kaufen und Mörder anzuheuern den Tierschützern das Geld geben würden, wäre das mit Sicherheit eine bessere Lösung.

Wir haben eine Verantwortung gegenüber den Katzen, die eine Schöpfung des Menschen sind. Eine „Plage“ von Katzen kann es daher gar nicht geben, denn Plagen sind etwas schlechtes und Katzen sind auf alle Fälle etwas Gutes. Sie wurden zu liebenden Geschöpfen herangezüchtet und jetzt haben wir die Pflicht sie zurückzulieben. Adoptiere ein Tier. Es wird dir für immer dankbar sein!

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