Medizinisches Cannabis: Israel ist Vorreiter

Seit 25 Jahren ist Cannabis zu medizinischen Zwecken in Israel erlaubt. Das Land gilt auch als großer Produzent von Cannabis-Produkten. Deutschland und Österreich hinken noch hinterher.

Während die Europäer in Sachen Cannabis und Medizin größtenteils (noch) relativ rückständig sind, hat man die heilende Wirkung der Pflanze beispielsweise in Israel längst schon erkannt. Seit einem Vierteljahrhundert setzt man in dem Land auf die Anwendung und Erforschung von Marijuana bei Krankheiten. Immerhin gilt Hanf als uralte Heilpflanze, die vor allem wegen Profitinteressen mächtiger Industrien verdammt und verteufelt wurde.

Zwar ist das Ganze auch in Israel noch genehmigungspflichtig, doch eine Gesundheitsreform soll dazu führen, dass auch ausgebildete Ärzte darüber entscheiden dürfen, ob jemand seine Krankheit mit Cannabis behandeln darf oder nicht. Derzeit werden beispielsweise diverse Krebserkrankungen, Epilepsie, Parkinson und Morbus Crohn mit Cannabis behandelt. Aber auch hier will man die Anwendungsgebiete ausdehnen, sofern es sich aus medizinischer Sicht lohnt.

In Deutschland ist die Behandlung von Krankheiten mit Cannabis noch im Anfangsstadium, in Österreich sind nur synthetische Extrakte erlaubt, die Tetrahydrocannabinol (THC) und/oder Cannabidiol (CBD) enthalten. Doch bald schon könnte sich dies ändern und Patienten auch dort einen leichteren Zugang zu solchen Medikamenten erhalten.

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