Model wird aus Modeshow gefeuert, weil es Größe 36 trägt.

Ulrikke Louise Lahn Høyer kommt aus Dänemark und arbeitet erfolgreich als Model für internationale Modedesigner.
In ihrer Teenagerzeit hat sie außerdem professionell Tennis gespielt und aus dieser Zeit als Sportlerin hat sie ein gesundes Bewusstsein für die Bedürfnisse ihres Körpers und ein umfangreiches Wissen über gesunde Ernährung und und persönliche Fitness mitgenommen.

Als die 20-Jährige für eine große Modeshow des Designers Louis Vuitton in der japanischen Stadt Kyoto gebucht wurde, war sie natürlich sehr aufgeregt und erfreut – doch ihre Vorfreude sollte sich schnell in Erniedrigung und Wut umwandeln.

Nach einer Kleideranprobe bekommt sie einen Anruf ihres Agenten. Alexia Cheval, die Organisatorin der Show, hatte sich über Ulrikkes “aufgedunsenen Bauch” und ihr “schwammiges Gesicht” beschwert. Sie solle für die nächsten 24 Stunden keine Nahrung zu sich nehmen und nur Wasser trinken, lauten die Anweisungen.

Ulrikke trägt Größe 36 und ist, wie die meisten Models, sehr schlank. Ihre Fotos auf Social Media werden immer wieder scharf kritisiert, weil sie viel zu dünn sei. Aber das reicht den Fashiongrößen offenbar nicht – oder vielleicht ist es auch einfach nur Schikane.

Ulrikke verzichtet auf ein gemeinsames Abendessen mit den anderen Models, weil sie es nicht wagt, vor den Augen von Alexia Cheval zu essen, und geht hungrig schlafen. Am nächsten Morgen isst sie nur ein paar Bissen zum Frühstück, um ihren Kreislauf stabil zu halten. Als die Agentin den Frühstücksraum betritt, schaut sie mit strengem Blick auf Ulrikke – und diese ist froh, dass ihr Tablet bereits vom Tisch geräumt worden ist.

Doch später am selben Tag erhält das Model eine Nachricht, dass man sie aus der Show geworfen hat und sie nach Hause schickt. Enttäuscht und verstört steigt sie ins Flugzeug. Zuhause liest sie die Erklärung der französischen Agentur – sie sei zu dick, aufgedunsen, inakzeptabel.

Ulrikke ist so wütend über diese Behandlung, dass sie eine lange Nachricht auf Social Media schreibt. Sie sei sich im Klaren darüber, dass ihr Körper für die Agentur ein Produkt sei, dass vermarktet werden müsse, sagt sie. Aber “diese Leute genießen die Macht über junge Mädchen und werden alles tun, um dir eine Essstörung aufzudrängen”. Wäre sie noch ein 15-jähriges Mädchen, dann habe sie keine Zweifel, dass sie “sehr krank und für mein ganzes erwachsenes Leben gezeichnet” aus dieser Umgebung hervorgegangen wäre.

Was für kranke Standards hier jungen Frauen und Mädchen aufgezwungen werden. Nur gut, dass Ulrikke ein gesundes Selbstbewusstsein mit in diesen Beruf gebracht hat und sich zu wehren weiß.

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