Progesteron: Züchtet man so Homosexuelle?

Eine Studie zeigt auf, dass eine Progesteron-Behandlung während der Schwangerschaft die sexuelle Orientierung der Kinder beeinflussen kann.

Eigentlich werden Schwangere mit Progesteron behandelt, um damit einer Fehlgeburt vorzubeugen. Doch nun stellte sich anhand einer Studie heraus, dass das sogenannte Gelbkörperhormon, welches auch auf natürliche Weise sowohl vom männlichen als auch vom weiblichen Körper produziert wird, möglicherweise auch einen Einfluss auf sie sexuelle Orientierung der Kinder haben kann.

Denn das US-amerikanische Kinsey Institute fand heraus, dass sowohl bei den Jungen als auch bei den Mädchen, deren Mütter in der Schwangerschaft zusätzliches Progesteron erhielten, deutlich öfter homo- oder bisexuell sind, als die Kinder jener Mütter, die nicht damit behandelt wurden.
So wurden dafür 34 Däninnen und Dänen ausgewählt, deren Mütter in der Schwangerschaft mit dem Hormon behandelt wurden. Die Mütter der jeweils 17 Männer und Frauen hatten das Progesteron Lutocyclin erhalten, um einer Fehlgeburt vorzubeugen. In der Kontrollgruppe fanden sich 34 Däninnen und Dänen, deren Daten in 14 wichtigen physischen, medizinischen und sozioökonomischen Faktoren mit jenen der anderen Gruppe übereinstimmen.

Zudem waren alle Testpersonen in den Mittzwanzigern, als sie über ihre sexuelle Orientierung, die Anziehungskraft durch das andere Geschlecht, ihre bisherigen sexuellen Erfahrungen und ihre Selbstidentifikation befragt wurden. Dabei stellte es sich heraus, dass jene Männer und Frauen, deren Mütter mit Progesteron behandelt wurden, sich selbst weniger häufig als heterosexuell bezeichneten. Auch hatten sie deutlich öfter homo- und bisexuelle Erfahrungen gesammelt.

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