Stephen Hawking warnt

Vereinigtes Königreich — Die Zukunft der Menschheit ist aufgrund der so genannten Fortschritte in Wissenschaft und Technik in Gefahr. Das behauptet Professor Stephen Hawking, der „Atomkriege, globale Erderwärmung und genetisch modifizierte Vieren“ als tödliche Bedrohungen unserer Existenz zitiert.

Hawking beschrieb unterschiedliche „Sachen, die gewaltig falsch laufen können“. Er sprach zu hunderten von Zuhörern, die an der ersten Vorlesung in einer Reihe namens BBC Reith Lectures teilnahmen, die sich mit der Erforschung schwarzer Löcher befasst. Er erläuterte die Notwendigkeit der Kolonialisierung anderer Planeten, um das Überleben der menschlichen Spezies zu gewährleisten. Laut der BBC warnte Hawking:

„Obwohl die Möglichkeit einer Katastrophe auf dem Planeten Erde in einem bestimmten Jahr relativ gering sein kann, summiert sie sich im Laufe der Zeit und wird quasi zu einer Gewissheit in den nächsten eintausend oder zehntausend Jahren.“

„Bis zu diesem Zeitpunkt sollten wir uns im All und auf andere Sterne ausgebreitet haben, so dass eine Katastrophe auf der Erde nicht das Ende der menschlichen Rasse bedeuten würde.“

„Es wird uns jedoch nicht gelingen, innerhalb der nächsten einhundert Jahre selbsterhaltende Kolonien im Weltraum zu errichten, so dass wir während dieser Zeit noch sehr vorsichtig sein müssen.“

Obwohl es für einen so hochangesehenen Wissenschaftler kontraproduktiv erscheint, den wissenschaftlichen Fortschritt als die größte Existenzbedrohung der Menschheit anzuprangern, ist das nicht das erste Mal, dass Hawking uns zur Vorsicht ermahnt, wie Anti-Media bereits mehrere Male berichtete. Im letzten Sommer gehörte der theoretische Physiker zu den mehr als 1.000 Experten für künstliche Intelligenz, die einen offenen Brief unterzeichneten, in dem es um die Umwandlung von Robotern zu Waffen ging und um das „anhaltende Wettrüsten mit Waffen mit künstlicher Intelligenz“ unter den Militärmächten weltweit.

Im Oktober letzten Jahres warnte Hawking die Wissenschaftler am European Center for Nuclear Research (CERN) vor dem Potenzial des Higgs-Boson-„Gottesteilchen“, das einen “katastrophenartigen Vakuumverlust” initiieren könnte — die Formation einer Quanten-Blase, die sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet und das gesamte Universum schwächen könnte. Auch seine Besorgnis über die Automatisierung der Arbeitskräfte weltweit, gepaart mit kapitalistischer Gier, teilte der Wissenschaftler in seiner ernsten Botschaft.

Insgesamt zielen Hawkings zahlreiche Warnungen tatsächlich direkt auf die sorglose Selbstüberschätzung der herrschenden Eliten ab und auf deren Tendenz zugunsten des Profits zu handeln — in vielen unterschiedlichen Bereichen — ohne dabei zu bedenken, welche langfristigen Konsequenzen so hastig durchgeführte Projekte zur Folge haben können.

Trotz der zahlreichen warnenden Szenarios, die Hawking dargestellt hat, behauptet er, dass die Menschheit wahrscheinlich Mittel und Wege finden wird, damit umzugehen.

„Wir werden nicht damit aufhören, Fortschritt zu machen, oder ihn gar umkehren, also müssen wir die Gefahren erkennen und sie kontrollieren“, stellte er fest. „Ich bin ein Optimist und ich glaube daran, dass wir in der Lage dazu sind.“

„Es ist wichtig, sicherzustellen, dass diese Änderungen in die richtige Richtung gehen. In einer demokratischen Gesellschaft bedeutet das, dass jeder ein grundsätzliches Verständnis der Wissenschaft besitzen muss, um fundierte Entscheidungen für die Zukunft treffen zu können.“

„Kommuniziert also geradeheraus, was ihr in der Wissenschaft zu tun versucht; und wer weiß, vielleicht versteht ihr es am Ende sogar auch noch selbst.“

Die BBC wird diese erste Vorlesung mit Stephen Hawking am 26. Januar und am 2. Februar ausstrahlen. Online könnt ihr hier darauf zugreifen.

Hawkings Theorien sind natürlich nicht vor Kritik gefeit; trotzdem wahrt er einen gesunden Enthusiasmus, der auch in diesem Ratschlag spürbar war, den er jungen Wissenschaftlern gab:

„Meiner Ansicht nach war es eine großartige Zeit, um am Leben zu sein und die theoretische Physik zu erforschen. Nichts kommt an den Heureka-Moment heran, wenn man etwas entdeckt, das noch niemand zuvor gewusst hat.“

Quelle: http://derwaechter.net

Related Posts

Einen Kommentar hinzufügen