Südländer schließen sich zusammen um Pharmapreise zu reduzieren

Die Gesundheitsminister von sechs Südeuropäischen Ländern unterschrieben einen Vertrag mit um an neue Medikamente heranzukommen und gleichzeitig Nachhaltigkeit durch reduzierte Preise zu erlangen.

Der Kooperationsvertrag wurde am Montag zwischen den amtierenden Gesundheitsministern von Zypern, Malta, Griechenland, Portugal, Spanien und Italien, unterzeichnet. Dabei geht es im Wesentlichen um Mechanismen für Preisverhandlungen und somit um einen gemeinsamen Einkauf von Arzneimitteln.

In der unterschriebenen Erklärung verpflichten sich die beteiligten Länder eine technische Kommission zu bilden. Diese soll die Aufgabe bekommen, diverse Strategien für freiwillige Kooperationen zu entwickeln und Informationen auszutauschen. Damit könne man besser die Vorteile neuer Medikamente beurteilen und vor allem bessere Preise bei der gemeinsamen Anschaffung aushandeln. Dieses Projekt kann später auch von anderen europäischen Ländern übernommen werden, welche sich diesem Ziel anschließen möchten.

So zitierte der Gesundheitsminister Portugals, Adalberto Campos Fernandez: „Ein Umdenken und eine Änderung der schon vorhandenen Mechanismen ist von dringender Notwendigkeit. Nur so können die Bedürftigen von billigeren Medikamenten profitieren, nur so kann investiertes Geld in der Pharmaindustrie für alle profitabel und fair zum Teil zurückgewonnen werden.“

Gewinne erhöhen und die Gesundheit schädigen
So liest man aus einen Artikel auf esquerda.net, dass die Pharmaindustrie wohl eher nur auf Profit aus ist, anstatt den Menschen die Medikamente brauchen, zu helfen. Es wurde der Pharmaindustrie unter schlechter Transparenz auch Datenmanipulation, wenig Innovation bei Medikamenten, sowie staatliche Förderung trotz hoher Kosten und kommerziellen Patentierungen, vorgeworfen.

Gerade die kommerziellen Patente verursachen beim Erwerb der Medikamente hohe Kosten, weil die Preise auf eine übertriebene Weise von den Konzernen zu Ungunsten der Endverbraucher diktiert werden. Wenn sich mehrere Länder nun beim gemeinsamen Einkauf der Medikamente zusammenschließen, ist das ein erster Schritt um das Monopol dieser Konzerne zu brechen.

Eine Frage bleibt aber offen: Warum beteiligt sich eigentlich nicht die ganze EU direkt an so einen Projekt? Wieso müssen die Südländer im Alleingang den Anfang machen?

Related Posts

Einen Kommentar hinzufügen