Theologe: „Mehr als die Hälfte aller Priester im Vatikan sind schwul“

Ex-Professor des Vatikans, David Berger, behauptet, dass die Art wie die Kirche die Homosexualität verurteilt, eine Einladung ist, um das Priestertum für Schwule attraktiv zu machen.

Nachdem es an die Öffentlichkeit kam, dass Krzysztof Charamsa sich als schwul outete, gab der Theologe David Berger dem Magazin “stern” in einen Interview bekannt, dass dies nicht der einzige Fall in der priesterlichen Hierarchie sei. „Die Proportion der Schwulen im Priestertum ist erstaunlich hoch, ich gehe davon aus das mehr als die Hälfte davon betroffen ist“, so der Theologe.

Berger war Professor auf der Akademie „Sankt Thomas“ im Vatikan, musste aber seine Stelle aufgeben als bekannt wurde, dass er schwul war. „Die Homosexualität wird in der Kirche verpönt, auf der anderen Seite ist die Stelle als Priester sehr attraktiv für Homosexuelle. Man ist eben auf Grund des Zölibates als Priester ein freier Mann, in einer Welt die frei von Frauen ist“, resümiert er.

„Das führt auch dazu, dass in der kirchlichen Hierarchie sich eine Gruppe Männer bildet, die zwar schweren Gewissens, aber sehr intelligent sind und in Treue zu dem Papst stehen. Sie steigen schnell in dieser Hierarchie auf. Einmal oben, entdecken sie dann andere homosexuelle Priester und helfen sich gegenseitig.“

Berger behauptet auch, dass eine der Hauptregeln im Vatikan es zwar erlaubt sexuelle Handlungen im privaten Leben durchzuführen, aber in der Öffentlichkeit diese streng zu verbergen sind: „Die Priester selbst sehen sich gar nicht als schwul, obwohl sie Sex mit anderen Priestern haben und die schwule Szene strikt ablehnen. Es gibt eine Trennung zwischen schwul zu sein und der homosexuellen Kultur. Niemals gibt ein Priester zu, schwul zu sein“

Der Theologe beendet das Interview in der Behauptung, dass es nichts in der Bibel gibt, was tatsächlich die Homosexualität verurteilt und er denkt darüber nach, was sich in der katholischen Kirche ändern muss: „Diese Institution muss entscheiden, ob sie ein Machtsymbol sein möchte oder die Kirche, die Jesus gründen wollte. Sie müssten somit alle Menschen akzeptieren wie sie sind, sprich wie Gott diese geschaffen hat. Auch die Homosexuellen, die ebenfalls Menschen sind und Anspruch auf Liebe und ein Sexualleben haben.“

Katholische Kirche ist nicht gleich Christentum, aber Christen können Katholiken sein
Die katholische Kirche entstand zirka 300 Jahre nachdem der christliche Glaube von Kaiser Konstantin legalisiert wurde. Sie entstand einfach durch Abspaltung von der Kirche in Konstantinopel, indem sie den „Papst“ als Oberhaupt und direkten Vertreter von Gott auf der Erde ernannte. Sie ernannte sich selbst als Universal und das einzige wahre Christentum. Die anderen übrigen Christen wurden als Orthodoxe bezeichnet. Viele Orthodoxe bezeichnen die katholische Kirche als „das falsche Christentum“ da sie glauben, diese hätte sich von den wirklichen Lehren Jesu Christi abgewandt. In der Tat heiraten orthodoxe Priester, genauso wie es Apostel Paulus im neuen Testament beschrieben hatte. Außerdem werden orthodoxe Christen ab dem 18. Lebensjahr getauft. Ein Alter indem man weiß, ob man das Glaubensbekenntnis annimmt oder nicht.

Vielleicht sollte die katholische Kirche mal von ihrer ganzen Arroganz wieder herunterkommen und das predigen, was die Urchristen von den Aposteln auch gelernt haben, statt sich als die „einzig wahre“ Kirche zu bezeichnen.

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