UNO warnt: Gebrauch von Pestiziden tötet jährlich 200.000 Menschen

Der letzte Bericht der UNO zeigt an: Der Gebrauch von Pestiziden in der Landwirtschaft verursacht wegen Vergiftungsfällen 200.000 Tote im Jahr.

Hilal Elver ist Berichterstatterin der UNO über das Recht auf Essen. Sie weist darauf hin, dass die Mehrheit der Weltbevölkerung durch das Wasser, die Nahrung und die Luft Pestiziden ausgesetzt ist. Ein direkter Kontakt mit diesen Chemikalien und dessen Derivate wäre demnach vorhanden. Dabei gebe es jährlich 200.000 Fälle von Vergiftungen durch die Unkrautvernichtungsmittel, die mit Todesfolge enden.

Für Hilal Elver sind die verursachten Schäden durch Pestizide irreversibel. Sie lösen Krankheiten wie Alzheimer, Krebs, Parkinson und Hormonstörungen aus, aber auch Anomalien im Wachstumsprozess und verursachen sogar Sterilität. Die Berichterstatterin der UNO, die die Ergebnisse von einen Jahr an Untersuchungen präsentierte, deutet darauf hin, dass 99 Prozent aller Fälle einer solchen Kontamination in Entwicklungsländern auftritt. Nach Elver ist selbst die Bevölkerung in den USA und der EU nicht ausreichend geschützt, obwohl die EU einige Vorsorge einsetzt, was in den USA jedoch nicht geschieht.

„Obwohl in diesen Gebieten keine großen Unfälle geschehen, findet eine Modifizierung der Pflanzengene statt. Es ist ein Problem der systemischen Ordnung. In allen Ländern bei denen Pestizide eingesetzt werden ist keiner wirklich immun“, so Elver.

Die Pestizid-Industrie ist eine mächtige Lobby
Der Aussage von Quercus (einer portugiesischen Organisation zum Schutze der Umwelt) nach gibt es praktische Alternativen zur Nutzung von Pestiziden. Die Umweltschützer behaupten jedoch, dass die Pestizid-Industrie Millionen für die Erhaltung der toxischen Produkte auf dem Markt ausgibt „Oft präsentiert die Pestizid-Industrie den politischen Entscheidungsträgern andere Informationen, zum Beispiel, dass 85 Prozent an Verlusten entstehen können, falls diese nicht eingesetzt werden“, so Quercus.

Die Umweltschützer hingegen behaupten, dass die Rentendifferenz zwischen biologischer und konventioneller Landwirtschaft nur bei etwa 8 Prozent steht, verglichen mit mehr als 30 Prozent von entstehenden jährlichen Lebensmittelabfällen, die dann zustande kämen.

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