Verwahrloste Welpen bringen Tierärzte an ihre Grenzen.

Tierschützer brauchen starke Nerven, denn anders ist der tägliche Anblick verwahrloster und misshandelter Tiere kaum zu ertragen. Die sechs Welpen, die eines Tages zu den Mitarbeitern der US-amerikanischen Hilfsorganisation „Detroit Dog Rescue“ (Hunderettung Detroit) gebracht werden, lassen allerdings auch hartgesottene Helfer schwer schlucken. Denn die ganze Haut der Vierbeiner ist rot und wund.

Die Mitarbeiterin Kristina Rinaldi erinnert sich: „Als die Hunde eingeliefert wurden, stand ihre Haut beinahe in Flammen, so heiß waren sie. Die Welpen hatten extrem hohes Fieber.“ Es stellt sich heraus, dass ihre Haut von einer schweren Krätze stark in Mitleidenschaft gezogen ist und sich bereits zu schälen beginnt. Zudem ist ihr ganzer Körper mit Abszessen übersät und ihre Augen sind so stark geschwollen, dass sie kaum noch etwas sehen. Ein solch schwerer Fall von Räude ist den Tierschützern bislang noch nicht untergekommen.

Die geschundenen Tiere sind aus einem verlassenen Haus gerettet worden. Niemand weiß genau, wie lange sie dort ausharren mussten. Obwohl die Retter alles geben, kommt für zwei Hunde jede Hilfe zu spät. Sie sterben auf dem Weg in die Klinik. Auch für die anderen zählt jede Sekunde – der Kampf der Tierärzte um das Leben der vier noch lebenden Welpen ist ein verzweifelter Kampf gegen die Uhr.

Die Kleinen sind jedoch Kämpfernaturen, krallen sich fest ans Leben. Während die Pfleger alles tun, um ihre Schmerzen zu lindern, kommen sie langsam zur Ruhe und können sich erholen. Insgesamt werden sie 12 Wochen lang intensiv behandelt und wieder aufgepäppelt. In dieser Zeit werden sie auf die klangvollen Namen Wilbur, Petunia, Pinkie und Arthur getauft. Wegen ihres starken Überlebenswillens erhalten die tapfern 4 außerdem von den Pflegern den Ehrentitel „miracle puppies“ (dt. „Wunder-Welpen“).

Sie sind wirklich süß – vor allem, wenn sie in ihren Stramplern stecken. Denn obwohl die Krätze bekämpft ist, dauert es noch einige Wochen, bis ihr Fell wieder in vollem Umfang nachgewachsen ist. Bis dahin werden die vier so vor Kälte geschützt. Nach und nach bilden sich die Geschwüre und Schwellungen zurück. Es kommen wunderschöne Vierbeiner mit glänzendem Fell hervor. Eines Tages ist es dann so weit: Die jungen Hunde bekommen ein neues Zuhause.

Wilbur kommt bei einer Familie mit einem riesigen Garten unter, wo er sich sichtlich wohl fühlt. Dort lebt bereits ein anderer Hund, mit dem er sich schon bald bestens versteht. Ein besseres Zuhause mit mehr Bewegung und Spaß kann man sich kaum vorstellen.

Auch seine Geschwister finden liebevolle Familien, die die Hunde verwöhnen, mit ihnen kuscheln und sie das Leid vergessen lassen, mit dem sie ins Leben gestartet sind. Schön, dass am Ende für die vier Racker alles gut ausgegangen ist.

Kaum zu glauben, wie viel Kraft in solch jungen Tieren steckt! Und die tollen Mitarbeiter von Detroit Dog Rescue haben am Ende nicht nur vier Hundeleben gerettet, sondern auch vier Familien sehr, sehr glücklich gemacht.

Quelle: http://www.tierfreund.co

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