Wieso Antidepressiva Suizidrisiko erhöhen!

Veröffentlichte Gerichtsdokumente in einem Fall gegen GlaxoSmithKline zeigen, dass Antidepressiva das Suizidrisiko um über 800 Prozent erhöhen können.

Die Food and Drug Administration (FDA) und Big Pharma mussten zugeben, dass Antidepressiva das Suizidrisiko – entgegen den Versprechungen von Stimmungsaufhellungen – deutlich erhöhen. Und das sogar um mehr als 800 Prozent. Grund dafür war ein Gerichtsprozess gegen den Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK). Demnach hat das bekannte und populäre Antidepressiva und Anti-Angstzustands-Medikament Paroxetine (umgangssprachlich als “Paxil” bezeichnet) offenbar fatale Nebenwirkungen. Dies zeigt ein umfassender Bericht aufgrund eines Gerichtsprozesses.

Die Zusammenarbeit der FDA, die eigentlich die Sicherheit von Medikamenten überprüfen soll, mit Big Pharma wird angesichts dieses Falles wieder einmal offensichtlich. Denn laut GSK hat die FDA es nicht erlaubt, eine zusätzliche Warnung von einer “statistisch signifikanten Zunahme in der Häufigkeit von suizidalem Verhalten bei Patienten die mit Parotexine behandelt werden” anzubringen. Laut dem Pharmakonzern bei Gericht wollte die FDA so verhindern, dass ähnliche Warnungen bei allen Antidepressivas angebracht werden. Doch ob GSK hier die Schuld an die FDA abschieben will, oder ob dem wirklich so war, muss sich noch klären.

Auf jeden Fall zeigt es sich anhand dieses Falles, dass man in Sachen Medikamente und Nebenwirkungen nicht wirklich auf die Beipackzettel vertrauen darf. Wer weiß, was den Patienten bei so vielen anderen Medikamenten verschwiegen wird. Profite stehen eben nicht selten über der menschlichen Gesundheit. Auch im medizinischen Bereich.

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