Elfjährige musste Vergewaltiger zum Schutz ihrer Kirche heiraten

Als Schutzmaßnahme für ihre Kirchengemeinde sorgten die Eltern der elfjährigen Sherry dafür, dass sie einen ihrer Vergewaltiger heiraten musste – weil sie schwanger wurde und ein Kind gebar.

 

Kinderehen gibt es nicht nur in muslimisch geprägten Ländern, in den afrikanischen Gesellschaften oder auch in so manchen asiatischen Ländern. Auch in den Vereinigten Staaten von Amerika werden Minderjährige immer wieder (auch mit Erwachsenen) verheiratet. Zwischen den Jahren 2000 und 2010 gab es rund 250.000 solcher Hochzeiten, wie auch die New York Times berichtet. Sie schreibt auch über den Fall des elfjährigen Mädchens aus Florida.

Die kleine Sherry Johnson wurde nämlich vom Pfarrer und einem 20-jährigen Mitglied der Kirchengemeinde vergewaltigt, woraufhin sie schwanger wurde und mit zehn Jahren ihr Kind gebar. Um Probleme für die Sekte zu vermeiden, einigten sich die Eltern des Mädchens und die Kirchenführung darauf, sie zu verheiraten – und zwar mit dem Vater des Kindes. Ihrem Vergewaltiger.

 

“Meine Mutter fragte mich, ob ich denn heiraten möchte und ich sagte, ‘Ich weiß nicht was heiraten ist, wie kann ich wie eine Ehefrau sein?'”, sagte sie der New York Times. “Sie sagte, ‘Gut, ich denke, die wirst einfach heiraten'”. Doch die Ehe dauerte nicht lange – wie rund zwei Drittel aller solcher Ehen auch. Doch der psychologische Schaden, der hält an.

“Es war ein schreckliches Leben”, erinnerte sie sich. “Du kannst nicht arbeiten, kein Auto bekommen, keinen Führerschein machen, keinen Kreditvertrag unterzeichnen, so, warum ist es erlaubt, so jung zu heiraten?”, fragte sie. Eine Frage, die sich wahrscheinlich unzählige minderjährig verheiratete Menschen stellen.

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