Fall Lisa: Bild.de & Co. verbreiten Falschmeldung

Vor 13 Monaten sorgte die Vergewaltigung des 13-jährigen russlanddeutschen Mädchens Lisa international für Unruhe. RT und Sputnik hatten den Fall öffentlich gemacht. Diese warfen gleichzeitig den deutschen Medien vor, dass diese den Fall und den Missbrauch verschweigen würden. Deutsche Medien wiederum wehrten sich und behaupteten später, dass es die Tat nie gegeben habe und es sich dabei um russische Propaganda handelt. Es kam raus, dass sich die 13-jährige nur bei ihrem 19-jährigen Freund aufhielt, und nix passiert sei.

Nun verbreitet Bild.de und leider auch der anti-Establishment Nachrichtenkanal RT-Deutsch neuerdings eine Falschmeldung: „Fall Lisa: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen „schweren sexuellen Missbrauchs“.

EIN PROFILBILD VON LISA

Angeblich soll nun im Falle der russlanddeutschen Lisa Fisenko die Staatsanwaltschaft nun doch eine Klage wegen schweren Missbrauchs erhoben haben, und zwar soll der 23-Jährige Lisa zum Oralsex gezwungen haben. Doch handelt es sich diesmal um einen komplett anderen Fall und „Freund“. Die Recherche des NDR hat nämlich ergeben, dass ein „völlig falscher Anschein“ erhoben werde. „Die Geschichte mit dem 23-Jährigen hat nämlich überhaupt nichts mit den vermeintlichen Geschehnissen im Januar 2016 zu tun. Sie hat sich drei bis vier Monate vorher abgespielt. Und es war übrigens auch kein Flüchtling.“

Auch ohne die Recherche des NDR hätten Bild & Co. eigentlich bemerken müssen, dass der damals 19-Jährige nach einem Jahr nicht 23 Jahre alt sein kann. Solch ein gravierender Fehler beweist aber wieder einmal, dass man grundsätzlich Nachrichten hinterfragen und nicht jeder Meldung sofort glauben schenken sollte.

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