Forscher installiert Kameras im Wald nahe Tschernobyl und macht unglaubliche Aufnahmen.

Sergey Gashchak ist ein anerkannter Fachmann für Radioökologie. Und durch seine jahrelange Forschung in der Sperrzone von Tschernobyl ist er zu einem der angesehensten Experten geworden, wenn es um Flora und Fauna in der Region geht.

Um nachvollziehen zu können, wie sich die Natur in diesem von den Menschen verlassenen Gebiet entwickelt hat, installierte Sergey in der Gegend mehrere versteckte Kameras. Das Ergebnis seiner Beobachtungen verblüffte ihn so sehr, dass er nicht nur seinen Kollegen davon berichtete, sondern auch der ukrainischen Regierung und später der ganzen Welt.

Als vor 31 Jahren die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl die Menschen zwang, das Areal um das Kraftwerk herum weiträumig zu verlassen, begann die Natur, das Gebiet langsam wieder zurückzuerobern.

Sergeys Beobachtungsergebnisse dokumentieren die üppige Fauna, die sich seitdem entwickelt hat.

Die Sperrzone hat sich für eine Vielzahl an Tieren in ein neues Zuhause verwandelt. Darunter befinden sich sogar einige sehr seltene und vom Aussterben bedrohte Tierarten.

So sieht man hier beispielsweise einen Schwarzstorch, der im restlichen Land nur äußerst selten anzutreffen ist. Hier ist er gerade dabei, sein Nest zu bauen.

Nebenbei genießen die Störche das wunderbare Wetter.

Auch dieser Schreiadler lässt sich von den Sonnenstrahlen wärmen.

Manchmal kann die Natur aber auch grausam und atemberaubend zugleich sein.

In diesem Video (auf Russisch) kannst du noch weitere Aufnahmen aus dem Gebiet sehen:

Nach allem, was der Mensch in dieser Region angerichtet hat, wäre es doch eine Schande, wenn durch erneutes Eingreifen Flora und Fauna wieder zerstört würden. Man kann daher nur hoffen, dass die Regierung ein Einsehen hat.

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