iPhone explodiert in Australien, Besitzer erleidet Verbrennungen dritten Grades

Ein Mountainbike-Fahrer aus Australien hat Verbrennungen dritten Grades erlitten, nachdem sein iPhone während eines nicht weiter schlimmen Sturzes von seinem Rad am 31. Juli 2016 explodiert war.

Der 36-jährige Gareth Clear war Berichten zufolge alleine mit dem Rad in der Stadt Sydney unterwegs. Er hielt sich in der Nähe des Manly Dam-Staudamms in den Northern Beaches auf, als er mit dem Fuß ins Leere anstatt auf das Pedal seines Mountainbikes trat. Das führte dazu, dass er von seinem Bike herunterfiel. Dabei landete er aus Versehen auf seinem iPhone Das Smartphone befand sich in seiner hinteren Hosentasche, als er stürzte.

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Wenige Momente nachdem er vom Boden wieder aufgestanden war, bemerkte er, dass etwas an seinem Rücken rauchte. Dann begann er auf der rechten Seite seines Hinterns etwas zu fühlen, das er als das Gefühl sengender Hitze beschrieb.

Als Clear nachsah um zu überprüfen, was das Problem sein könnte, erkannte er, dass seine Shorts zu schmolzen begonnen hatten. Als sich ein Schockzustand aufgrunddessen einstellte, was er sah, beschloss er die Situation zu retten. Das war allerdings der Moment, in dem das Schlimmste passierte: Sein iPhone explodierte.

Da niemand in der Nähe war, der ihm hätte helfen können, kämpfte Clear mit seinen Shorts um sie zu entfernen. Doch dafür war es bereits zu spät: Die Hose war geschmolzen und hatte sich tief in seine Haut eingebrannt.

„Plötzlich sah ich diese unglaubliche Rauchwolke. Und ich verspürte einen sengenden Schmerz, der damit entrat, als hätte jemand einen riesengroßen Eisblock gegen mein Bein gestoßen. Das waren verdammt unglaubliche Schmerzen“, berichtet Clear von seiner Qual.

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Als Clear verzweifelt versuchte, die schmelzende Hose und das explodierte Smartphone zu entfernen, verbrannte er sich Berichten zufolge die Finger. Das Telefon steckte tief in seiner Haut. Er musste seine Faust verwenden, um das Gerät von seiner verbrannten Haut wegzuschlagen.

Das Telefon wurde mit einem gewaltigen metallischen Knall weggeschleudert, bevor es auf den Boden fiel von wo aus es weiterhin Rauch absonderte. Clear sagte: „Das Smartphone hat tief in meinem Bein gesteckt, weil es sich durch die Shorts und meine Haut gebrannt hatte. Es muss mehr als 100 Grad Celsius heiß gewesen sein. Ich war ganz alleine, krümmte mich auf dem Boden vor Schmerz.“

Clear sagte, dass er das Telefon auf dem Boden liegenlassen wollte und sich auf die Suche nach ärztlicher Versorgung machen wollte. Als er jedoch darüber nachdachte, befürchtete er, dass das Telefon auch anderen Personen Schaden zufügen könnte. Deshalb wartete er darauf, dass sich das Telefon abkühlte, bevor er es aufhob.

„Ich bin dort insgesamt ungefähr 20 Minuten herumgesessen, weil ich das Telefon mitnehmen wollte. Ich habe zwei Stücke Holz verwendet, um das Telefon aufzuheben. Bis zu dem Moment, als ich mit dem Smartphone und meinem Rad zurück nach Manly ging, etwa weitere 30 Minuten später, hatte es sich endlich abgekühlt“, erklärte er.

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Als er endlich in Manly ankam, waren seine Verbrennungen so schlimm, das die Leute ihm dort halfen, dass er ins Royal North Shore-Krankenhaus kam. Dort wurde er an die Abteilung für Verbrennungen für eine Hauttransplantation weiterverwiesen.

Clear verbrachte dort sechs Tage; dabei war er an eine Maschine angeschlossen, die sich in dem Transplantat befindet. Die Maschine vakuumierte die tote, verbrannte Haut weg und regte den Prozess der Bildung neuer, gesunder Haut an.

Clear gab zu, dass seine größte Sorge während des Vorfalls war, dass das Lithium aus dem explodierten Smartphone sein Blut vergiftet haben könnte. Aber die Ärzte versicherten ihm später, dass die Substanz nicht in sein Blut gelangt war.

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Er sagte: „Ich dachte, ich sei vergiftet worden. Als ich jedoch in das Krankenhaus kam, war das meine geringste Sorge. Sie sagten mir, dass ich drei Schichten Haut eingebüßt hatte. Ich sagte dazu: Oh. Okay. Dann sollten wir wohl mal etwas dagegen machen.“

Clear sagt, dass er auch weiterhin mit dem Mountainbike unterwegs sein wird. Allerdings wird er dabei kein iPhone mehr bei sich tragen. Er riet den Menschen dazu, vorsichtig zu sein, wenn und wie sie ihre iPhones mit sich herumtragen, denn es sei eine Katastrophe, die nur darauf wartet zu geschehen. Er gab zu, dass der Unfall ihm die Augen geöffnet hat.

Er wird mit den folgenden Worten zitiert: „Das ist eine Tragödie, die nur darauf wartet zu geschehen. Eine Mini-Bombe. Jedes iPhone ist gleich; wenn es mir passiert ist, dann wird es einer anderen Person auch passieren. Ich hatte bloß Glück, weil ich ziemlich dicke Kleidung getragen habe und weil es an meinem Unterkörper geschehen ist. Es könnte jemand anderen weitaus mehr verletzen als es bei mir der Fall war.“

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Die Daily Mail berichtet, dass Apple als der Hersteller des iPhones Clear kontaktiert hat. Man sagte dort, dass man sich des Problems annehmen werde. Die Firma weigert sich jedoch, auf weitere Anfragen von den Medien zu diesem Vorfall zu reagieren.

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