ISIS & Al-Qaida sind Drogenkartelle – Geld motiviert sie, nicht Religion

Es sind weitere Beweise dafür aufgetaucht, dass terroristische Gruppierungen, die im Namen des Islams operieren, nichts mit der Religion zu tun haben.

Wir haben fortwährend darüber berichtet, dass alle extremistischen und terroristischen Gruppierungen, die sich selbst mit dem Islam in Verbindung bringen, dies unter einem Vorwand tun. Der Islam ist eine der vier abrahamitischen Religionen, die Ruhe und Frieden auf Erden repräsentieren.

Tatsächlich muss man nicht über das erste Kapitel des heiligen Koran (Sūrat al-Fātiḥah) hinausgehen, um die Lehre des Islam zu verstehen. Das Kapitel fordert speziell die Anhänger dazu auf, um göttliche Führung zu bitten, um im Leben nach dem Tode zu den rechtschaffenen Menschen gezählt zu werden.

Aber wenn man sich die Barbarei betrachtet, mit der Terrorgruppen wie ISIS, Al-Qaida, Boko Haram, Al-Shabaab, die Taliban und andere im Namen des Islam vorgehen, zeigt dies, dass sie weit von den Lehren des erhabenen Koran entfernt sind.

Besonders ISIS. Die schwarze Flagge der Gruppierung ist zum neuesten Symbol des islamischen Extremismus geworden. Die brutale Natur der Enthauptungen und des Abschlachtens von Opfern durch ISIS, während sie Aufnahmen davon im Internet verbreiten, um ihre Macht zu demonstrieren, ist nichts anderes als eine vollkommene Fehlinterpretation des Islam.

Die Handlungen von ISIS und all der anderen Terrorgruppen haben nichts mit Religion zu tun. Sie benutzen den Islam, um Geld und Macht hinterherzujagen. Das grundsätzliche Ziel dieser Terroristen ist es, Angst unter der Bevölkerung zu erzeugen, damit sie zusammen mit anderen eindeutig kriminellen Gruppierungen, wie etwa Drogenkartellen, weiterhin ihren schändlichen Aktivitäten nachgehen können, um durch illegale Geschäfte oder Schwarzmärkte Geld einzunehmen.

In den letzten 30 Jahren gab es eine Ausuferung an terroristischen Gruppierungen – die alle von sich behaupten, am islamischen Glauben festzuhalten. Jedoch gibt es Indizien, die darauf hindeuten, dass viele dieser Gruppierungen direkt mit dem Drogenhandel zu tun haben, indem sie Millionen an Dollars erwirtschaften, um ihre Aktivitäten zu finanzieren.

Zum Beispiel sagte einmal der damalige Haupteinsatzoffizier der [US-Drogenvollzugsbehörde] Drug Enforcement Agency, Michael Braun, im Jahre 2008, dass die organisatorische Perfektion, die die Taliban einsetzen, um mit Opium zu handeln, dieselbe sei wie bei der mittlerweile erloschenen Guerilla-Bewegung FARC, die zuvor Kokain schmuggelte.

Nun tauchen weitere Beweise auf. Es wird geschätzt, dass die Mehrheit der terroristischen Organisationen direkte Verbindungen mit dem illegalen Drogenhandel unterhalten. Ungefähr 40 Prozent des gesamten Kokains, das jedes Jahr nach Europa gelangt, kommt durch Afrika an. Afrika ist nur der Umschlagplatz. Die Droge wird in Kolumbien und Peru angebaut. Sie wird dann durch „Highway 10“ über den Atlantik transportiert – eine Route entlang des 10. Breitengrades – wodurch beim Erreichen der Sahara jährlich geschätzte 640 Millionen Britische Pfund [ca. 758 Millionen Euro] eingenommen werden.

Bildtext: „Geschätzte 18 Tonnen Kokain werden jedes Jahr durch Westafrika transportiert. Das meiste davon stammt aus Kolumbien, Peru und Bolivien, und wird entlang des berüchtigten Highway 10 – der kürzesten Route zwischen den beiden Kontinenten entlang des 10. Breitengrades verschifft.“

Aufgrund der politischen Instabilität in Mali und Niger in den letzten Jahren, haben unter anderem Al-Qaida-Verbündete wie Al-Qaida im Maghreb und die Nationale Bewegung zur Befreiung des Azawad direkte Kontrolle über die Route. Diese Gruppierungen verdienen große Geldsummen mit den Drogen, die durch dieses Gebiet transportiert werden.

Die nigerianische Terrorgruppe Boko Haram soll ebenfalls die Kontrolle über alte Handelsrouten durch Niger Richtung Europa haben. Die Gruppierung verbindet Entführungen mit Drogenschmuggel, um ihre Operationen zu finanzieren. Hisbollah in Libanon und Al-Shabaab in Somalia sind ebenfalls bekannt dafür, von globalen Drogenrouten zu profitieren, indem das afghanische Opium Kenia und Äthiopien erreicht.

Was ISIS betrifft, ist die Situation erschreckend. Genau wie die USA ihre Soldaten in Vietnam absichtlich mit Drogen versorgten, um die Zahl der Tötungen zu erhöhen, sollen sich auch ISIS-Kämpfer selbst unter Drogen setzen, um ihre brutalen Verbrechen in die Tat umzusetzen. Letztes Jahr beschlagnahmten syrische Grenzbeamte über 11 Millionen Amphetamin-Pillen von ISIS-Kämpfern, die vom Schlachtfeld zurückkehrten.

„Schmuggler und Terroristen müssen die Bevölkerung durch Angst und Ausbeutung der Verletzlichsten kontrollieren. Die Ähnlichkeiten zwischen Taktiken südamerikanischer Kartelle und derjenigen von Islamisten, sind umfangreich, wie etwa die Nutzung sozialer Medien und des Internet für Propagandazwecke, um Enthauptungsvideos zu verbreiten, um sich selbst als mächtig darzustellen sowie eine größeres Ziel zu verfolgen, wodurch die unzufriedenen, verzweifelten Leute am Rand der Gesellschaft angezogen werden, denen ein früher Tod als akzeptabel erscheint. Kriminelle, Abhängige oder einfach verschuldete, verletztliche Leute werden in ein höllisches globales Netzwerk der Brutalität und Gier rekrutiert. Dies spiegelt sich wider in der gänzlich unislamischen, wiederkehrenden Vorgeschichte der kürzlichen terroristischen Angreifer, von Orlando bis London“, schrieb der Autor und Aktivist Hiba Khan in einem Kommentar für The Independent.

Es ist nicht möglich, eine Parallele zwischen dem Wahnsinn und der Sinnlosigkeit der Taten dieser Kriminellen und dem Namen des Islam zu ziehen. Der Koran verbietet die Verwendung bewusstseinsverändernder Substanzen. Mit Drogen zu handeln und dennoch zu behaupten, ein Muslim zu sein, bedeutet die Lehren des Korans in ihr Gegenteil zu verkehren.

Die Anführer dieser Terrorgruppen haben ihr abscheuliches Handwerk von den etablierten Politikern gelernt. Politiker betrügen uns, indem sie während Wahlkämpfen vorgeben, sich um drängende Probleme in unserer Gesellschaft zu kümmern. Wenn wir ihnen das Mandat dazu erteilen, plündern sie unsere Ressourcen aus und erschaffen gefälschte Realitäten. Diese Terrorgruppen machen sich in gleicher Weise den Isalm zunutze, um ihre Kämpfer zu umwerben. Aber sie wissen, dass ihre Sache nichts mit dem Islam zu tun hat. Es geht Ihnen nur um Drogen, Geld und Kontrolle.

 

Quelle:http://derwaechter.net

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