Schlepper verkaufen mittellose Flüchtlinge an Organhändler

Ein Schlepper, der auf dem Mittelmeer seinem Geschäft nachgeht, indem er Flüchtlinge und Migranten aus Nordafrika über das Meer nach Europa schleust, hat gegenüber der italienischen Polizei gestanden, dass die Flüchtlinge und Migranten, die nicht in der Lage sind, ihre Schleusergebühren zu bezahlen, an Organhändler verkauft werden.

Man geht davon aus, dass Migranten, die aus Nordafrika über das Meer wollen, den Schleusern über 1.000 Dollar bezahlen, bevor sie einen Platz in einem hochgradig überfüllten Schiff bekommen. Auch diejenigen, die diese Gebühr nicht bezahlen können, aber voller Verzweiflung die gefährliche Reise nach Europa antreten, werden auf das Schiff verfrachtet. Die Schlepper werden dann so tun, als ob sie ihnen helfen, aber sie werden sie letzten Endes an andere Schmuggler verkaufen.

Diese „neuen Schmuggler“ werden dann die Migranten mitnehmen, um sie umzubringen und ihre lebenswichtigen Organe zu entnehmen. Dann schmuggeln sie die Organe nach Europa, wo sie zu einem hohen Preis an Leute verkauft werden, die eine Organtransplantation brauchen.

Nach Angaben des von der italienischen Polizei verhafteten Mannes namens Nuredein Wehabrebi Atta, werden viele der in Europa Zuflucht suchenden Afrikaner, die die Schlepper für ihre Überfahrt von Afrika nach Europa nicht bezahlen können, wegen ihrer Organe getötet.

Atta wurde in Palermo von der Polizei festgehalten. Die Polizei von Palermo sagte in einer Erklärung, dass Atta ein Staatsangehöriger des afrikanischen Landes Eritrea sei. Er wurde 2014 von der italienischen Küstenwache verhaftet. Bei seiner Festnahme sagte die Polizei, dass er sehr gut mit den Ermittlern kooperierte, indem er viele Geheimnisse preisgab. Die Polizei sagte, dass Atta zum ersten Mal eine komplette Rekonstruktion krimineller Aktivitäten des Menschenschmuggels zur Verfügung stellte, die sowohl Vorgänge in Nordafrika als auch in Italien beinhaltete.

Es war während der Befragung, als Atta die dunklen Machenschaften darüber enthüllte, was auf dem Meer vor sich geht und wodurch er sich selbst belastete. Obwohl er sagte, dass er nie einen Migranten an Organhändler verkaufte, gab er zu, dass dies einige seiner Kollegen tun würden. Atta enthüllte, dass die bedauernswerten Migranten ohne Geld für ungefähr 17.000 Dollar an Gruppierungen verkauft werden, denen insbesondere Ägypter angehören, und die sehr gut ausgestattet sind, um die Organe zu entnehmen.

Atta wurde in Italien Zeugenschutz gewährt. Er ist der erste Zeuge, dem solch ein Schutz zugestanden wird. Atta sagte, dass er dadurch zum Geständnis gegenüber den italienischen Ermittlern veranlasst wurde, dass er nun dabei mithelfen wolle, den Tod von Migranten zu verhindern. Er sagte, der schockierenden Anzahl an Todesfällen unter Migranten, die das Meer zu überqueren versuchen, müsse Einhalt geboten werden, damit Menschenleben gerettet werden könnten.

Lokale Medien zitieren Atta, dass er den Ermittlern erzählt habe: Wir wussten nur von einem kleinen Teil der Todesfälle. Allein in Eritrea waren in acht von zehn Familien Opfer zu beklagen. Atta wurde seitdem zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt.

Italienische Ermittler erklärten, seine Zeugenaussage habe dazu beigetragen, sich Zugang zu einem Netzwerk zu verschaffen, das aus einem transnationalen Syndikat besteht und sich dem Handel mit Migranten verschrieben hat. Die Polizei bestätigte, dass sich aufgrund der von Atta bereitgestellten Informationen 38 Personen in Gewahrsam befinden, die in dem Verdacht stehen, Migranten nach Europa geschmuggelt zu haben. Unter den Festgehaltenen befinden sich 25 Eritreer, zwölf Äthiopier und ein Italiener.

Italiens Innenminister Angelino Alfano sagte, dass die Behörden dem kriminellen Netzwerk einen schweren Schlag versetzt hätten und dass es die volle Härte der Sicherheitskräfte zu spüren bekommen werde.

Kürzlich gab der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) bekannt, dass die Zahl der Flüchtlinge, Asylsuchenden und Binnenvertriebenen weltweit 65,3 Millionen erreicht hat.

Laut Angaben der Institution wurde die Zahl vor Dezember 2015 mit 59,9 Millionen beziffert. Wie UNHCR erklärte, ist dies das erste Mal in der Geschichte der Organisation, dass die Zahl 60 Millionen überschritten habe.

Auch die Internationale Organisation für Migration (IOM) verkündete, dass die erste Hälfte des Jahres 2016 die höchste Todesrate an Migranten aufweist, die Europa zu erreichen versuchen. Einem neuen, von IMO am 30. Juni 2016 veröffentlichten Bericht zufolge, sind zwischen Januar und Juni 2016 fast 2.900 Migranten gestorben, als sie dabei waren, das Mittelmeer nach Europa zu überqueren.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com

Quelle: http://derwaechter.net

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