TERROREXPERTE: “IN DEUTSCHLAND WIRD VIEL SCHLIMMES PASSIEREN!”

Hat der Terror eine neue Dimension erreicht? Warum attackieren Islamisten ihre eigenen Religionsbrüder?

Nach dem vereitelten Anschlag in Mekka hat TAG24 am Samstagnachmittag mit dem Terrorexperten Shams Ul-Haq (40) exklusiv gesprochen.

Ul-Haq war selbst gerade erst vor ein paar Tagen in Mekka und konnte beängstigende Informationen liefern, insbesondere in Bezug auf die Zukunft von Deutschland. Der viel gereiste Terrorexperte ist direkt vor Ort an den Brennpunkten der Welt.

Viele fragen sich, warum ein Terroranschlag in Mekka stattfinden sollte, wo dort doch nur Muslime Zutritt haben und sich die Tat somit nicht gegen den Westen richten kann.

Ul-Haq begründete dies damit, dass es den Terroristen schon lange nicht mehr um den Islam geht, sondern nur darum, Terror zu verbreiten und Macht zu erlangen, beziehungsweise auszubauen.

Die letzten zwei Tage des Ramadan (am Samstag, 24. Juni 2017, endet der Ramadan) sind die wichtigsten, laut Ul-Haq. Wer an einem dieser Tage einen Anschlag verübt, richtet größtmöglichen Schaden an.

Shams Ul-Haq stammt ursprünglich aus Pakistan und ist mittlerweile deutscher Staatsbürger.
Shams Ul-Haq stammt ursprünglich aus Pakistan und ist mittlerweile deutscher Staatsbürger.

Und nur darum geht es den Terroristen. Es ist ihnen also ziemlich egal, wen sie töten, auch wenn es Muslime sind. So ist es Shams Ul-Haq sehr wichtig folgende Frage zu stellen:

“Wie bekloppt muss man sein, wenn man seine eigenen Leute umbringt?!”

Beunruhigend sind auch seine Erkenntnisse, was die einzelnen Terrorgruppen betrifft. So scheinen sich der IS, Al-Qaida, die Taliban oder auch Boko Haram kaum noch als Konkurrenten zu betrachten, sondern arbeiten zunehmend enger zusammen.

Gruppen wie die Taliban treten auch deshalb dem IS bei, weil sie dessen Brutalität fürchten. Die Härte mit der der Islamische Staat mordet und foltert, hat selbst für die Taliban eine beängstigende Dimension erreicht. Also lieber ein Teil der Gruppe sein, als von ihr abgeschlachtet zu werden!

In ihren Kommunikationswegen fahren die Terrorgruppen zweigleisig. Im Westen nutzen sie Social Media wie Facebook und WhatsApp, um sich auszubreiten. Im asiatischen Raum bevorzugen sie laut Ul-Haq den direkten Kontakt – auch weil sie dort genügend Kämpfer haben.

Gibt es trotz allem auch gute Nachrichten? Laut Ul-Haq stimmen die Gerüchte, dass der IS in Syrien ein großes Finanzproblem hat. Wenn das Geld dort ganz ausgeht, besteht die Chance, dass der Islamische Staat dort zusammenbricht. Das betrifft aber letzten Endes nur Syrien.

Und da sich die Terroristen immer neue Wege und Anschlagsziele suchen, sieht Ul-Haq auf Deutschland noch große Probleme zukommen. So glaubt der Terrorexperte, dass wir noch mit einigen negativen Auswirkungen in unserem Land rechnen müssen.

Shams Ul-Haq verweist nach dem Telefoninterview auf eine Veranstaltung in Frankfurt am Main den 1.7.2017: Friedensmarsch gegen den Terror – Muslime sagen NEIN zum Terror. Beginn 14.00 Uhr am Römerberg.

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