Vietnamesischer Mönch schockiert die ganze Welt mit seinem Protest.

arnung: Dieser Artikel enthält Bilder, die auf einige Leser verstörend wirken können.

In manchen Bildern liegt eine solch immense Ausdrucksstärke, dass man sich ihnen nicht entziehen kann. Sie berühren, bewegen und beeindrucken. Vor allem, wenn sie Zeugnis davon ablegen, wie stark der Wille eines Menschen sein kann, wenn er von einer Sache überzeugt ist. Ein solches Dokument ist die Aufnahme des vietnamesischen Mönchs Thích Quảng Đức. Sein Bild ist zu einem der prägenden Bilder des Vietnamkrieges geworden.

 

Warnung: Dieser Artikel enthält Bilder, die auf einige Leser verstörend wirken können.

In manchen Bildern liegt eine solch immense Ausdrucksstärke, dass man sich ihnen nicht entziehen kann. Sie berühren, bewegen und beeindrucken. Vor allem, wenn sie Zeugnis davon ablegen, wie stark der Wille eines Menschen sein kann, wenn er von einer Sache überzeugt ist. Ein solches Dokument ist die Aufnahme des vietnamesischen Mönchs Thích Quảng Đức. Sein Bild ist zu einem der prägenden Bilder des Vietnamkrieges geworden.

Aus Protest gegen die Politik der damaligen Regierung machte sich der 1897 geborene Mönch am 11. Juni 1963 mit seinem himmelblauen Austin auf den Weg nach Saigon. Unzufrieden mit der Unterdrückung der buddhistischen Minderheit unter Ngô Đình Diệm, will Thích an diesem Sommertag ein deutliches Zeichen setzen. Mit unheimlicher Gelassenheit parkt er sein Auto, lässt sich von seinem weinenden Schüler mit Benzin übergießen und entzündet ein Streichholz.

 

Sofort wird er von den Flammen eingehüllt. Ungläubig schauen die Menschen dabei zu, wie er, ohne einen Laut von sich zu geben, auf dem Boden sitzt und sich von den Flammen verzehren lässt.

 

Zur Stelle ist auch der Journalist David Halberstam, der der unheimlichen Szene beiwohnt und fassungslos zuschauen muss. Dieser Moment wird ihn für den Rest seines Lebens begleiten.

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Später erinnert er sich: „Ich sollte diesen Anblick wieder zu Gesicht bekommen, aber einmal war genug. Flammen schlugen aus einem Menschen empor; sein Körper verdorrte und schrumpfte langsam, sein Kopf schwärzte sich und verkohlte. Der Geruch brennenden Menschenfleisches lag in der Luft; Menschen brennen verblüffend schnell. Hinter mir konnte ich das Schluchzen der Vietnamesen vernehmen, die sich nun zusammenfanden. Ich war zu erschüttert, um zu weinen, zu durcheinander, um mir Notizen zu machen oder Fragen zu stellen, sogar zu bestürzt, um überhaupt zu denken … Während er brannte, bewegte er keinen einzigen Muskel, gab keinen Laut von sich und bildete damit durch seine sichtliche Gefasstheit einen scharfen

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Auch Fotograf Malcolm W. Browne ist vor Ort – seine Aufnahme wird später mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Das Bild geht um die ganze Welt und hallt bis heute nach – nicht zuletzt durch die politische Rockband Rage Against the Machine, die das Foto als Cover für ihr Debütalbum verwendet.

Doch auch darüber hinaus das Vermächtnis des Mönches weite Kreise gezogen. Nach seiner Selbstverbrennung wurde sein Körper einem Krematorium übergeben, wo er ein zweites Mal verbrannt werden sollte. Doch in der Asche finden die Mitarbeiter etwas Unglaubliches: Thíchs Herz blieb vom Feuer verschont! Es ist bis heute in einem Museum ausgestellt und gilt als Symbol für Mitgefühl und Willensstärke.

Savefrom en.wikipedia.orgMax Pacheco Lealimagenes

Nach dieser dramatischen Protestaktion nahm der Druck auf die Regierung zu, die Beschränkungen zu lockern und erneute Verhandlungen mit den Vertretern der buddhistischen Minderheit aufzunehmen. Thích selbst wurde zum Sinnbild extremer Proteste und Überzeugungen, auch wenn der Vietnamkrieg noch unzählige weitere Opfer fordern sollte. Noch heute kann man Thíchs sterbliche Überreste und seinen himmelblauen Wagen in Hué besichtigen.

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Was auch immer man von dieser Aktion halten mag – klar ist, dass sie für immer ihre Spuren in der Geschichte hinterlassen hat.

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