Wenn jeder dies tun würde, gäbe es auf der ganzen Welt für alle genug zu essen

Wenn Lebensmittelabfälle um 25% reduziert werden könnten, gäbe es genug zu essen, um jeden auf diesem Planeten zu ernähren.

2010 veröffentlichten die Vereinten Nationen einen Bericht, der die Notwendigkeit für alle Bürger herausstrich, sich auf eine vorrangig pflanzliche oder vergane Ernährung umzustellen. Dies liegt daran, weil die industrielle Landwirtschaft einer der größten Umweltzerstörer ist und mehr Ressourcen für die Produktion von tierischen Erzeugnissen als von pflanzlichen Nahrungsmitteln benötigt werden.

Und nun hat die UNO einen weiteren Bericht veröffentlicht, in dem sie mitteilt, dass wenn die Menge an Lebensmitteln, die auf der ganzen Welt weggeworfen werden, um nur 25% reduziert werden würde, genug zu essen da wäre, um alle Leute zu ernähren, die derzeit unterernährt sind.

Gegenwärtig landen fast 40% des Essens in den Vereinigten Staaten in der Mülltonne und 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel (oder ungefähr ein Drittel des gesamten weltweit produzierten Essens) verderben, bevor sie konsumiert worden sind.

Das bedeutet, dass 45% des gesamten Obstes und Gemüses, 35% der Fische und Meeresfrüchte, 30% des Zerealien, 20% der Milchprodukte und 20% der Fleischprodukte vergammeln gelassen werden, obwohl 795 Millionen Menschen auf dieser Welt weiterhin unter gravierendem Hunger und Mangelernährung leiden.

Während Nationen wie Frankreich Maßnahmen ergriffen und allen Supermärkten verboten haben, absichtlich Nahrungsmittel wegzuwerfen (und momentan versuchen, das Gesetz weltweit durchzusetzen), mangelt es an Bemühungen auf individueller Ebene.

Laut Schätzungen muss die Nahrungsmittelproduktion bis 2050 um 60% gegenüber dem Niveau von 2005 erhöht werden, um die zunehmende Weltbevölkerung zu ernähren. Es spielt jedoch keine Rolle, wieviel Nahrungsmittel produziert werden, wenn sich die Leute widersetzen, nachhaltige Gewohnheiten anzunehmen und ihr persönliches Wegwerfen von Essen einzudämmen.

Wie The Guardian berichtet, würde eine Reduzierung des Nahrungsmittelabfalls die Ressourcen entlasten, während die Welt versucht, die Bedürfnisse der Zukunft zu decken. Diese Aufgabe kann in so einfachen Dingen bestehen, wie der Vorausplanung, dem Spenden von Resten, und/oder Apps wie diese (http://www.trueactivist.com/the-leftover-swap-app-lets-you-share-unwanted-food/) [oder diese: https://foodsharing.de/] zu benutzen, die es anderen überlassen, überflüssiges Essen zu verbrauchen (seltsam, aber es funktioniert).

Das Problem der Lebensmittelverschwendung ist definitv ein Problem der Ersten und Zweiten Welt. In Industrieländern werfen Konsumenten und Einzelhändler zwischen 30 und 40% aller gekauften Nahrungsmittel weg, wohingegen in ärmeren Ländern nur 5 bis 15% des Essens weggeworfen werden. Laut eines Berichts, der 2011 erstellt wurde, wirft in Europa und Nordamerika jährlich jede Person 95-115kg der andernfalls essbaren Nahrungsmittel weg, wohingegen in Anfrika südlich der Sahara sowie in Süd- und Südostasien das Äquvivalent von nur 6-11kg weggeworfen werden.

Der Koordinator des Lebensmittelrettungsprogramms der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, Robert van Otterdijk, stützt diese Feststellung: „In den Entwicklungsländern ist Nahrungsmittelverschwendung praktisch nicht existent.“

Wie der Artikel weiterhin vermittelt, ist es hauptsächlich eine Frage persönlicher Initiative, ob man jedes Jahr soviel Essen schlecht werden lässt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind die weltweit schlimmsten Übeltäter bei der Lebensmittelverschwendung die USA, Kanada, Australien und Neuseeland, wo 39% aller von Konsumenten gekauften Nahrungsmittel weggeworfen werden. Europa ist ihnen mit 31% dicht auf den Fersen.

Aktivisten wie Rob Greenfield zeigen, wie leicht es ist, minimalistisch zu leben, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und eine weltweite Auswirkung zu erzielen, indem weniger konsumiert wird. Er ist jedoch nicht der einzige. Informieren Sie sich selbst und informieren Sie andere über diese Farce, indem sie diesen Artikel teilen und zur Tat schreiten, indem Sie heute noch damit anfangen, die Nahrungsmittelverschwendung in Ihrem Haushalt einzuschränken.

 

Quelle: http://derwaechter.net

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