Wirklich existierender „russischer Batman“ bekämpft Kriminelle in Moskau

Der selbsternannte Superheld sagt, er verkleidet sich, um „das Böse auszurotten, das die Polizei nicht in den Griff bekommt“.

Ungefähr vor einem Monat erklärte ein russischer Ordnungshüter in einem Batman-Kostüm Drogendealern den Krieg, die im Khimki-Bezirk außerhalb Moskaus ihrem Geschäft nachgehen. Er behauptet, dass er bisher 40 Kriminellen das Handwerk gelegt habe.

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Der Einsatz des Aktivisten erlangte öffentliche Aufmerksamkeit, als ein Taxifahrer das folgende Videomaterial über ihn aufzeichnete, als er aus einem Drogenversteck auftauchte und eine kleine Brandbombe auf den Gehweg fallen ließ und dann in der Nacht verschwand – während sein Umhang im Wind wehte.

 

Es begann alles Anfang Juni, als ein Taxifahrer miterlebte, wie ein als Batman verkleideter Mann mitten in der Nacht ein Gebäude betrat, das sich später als Drogenversteck herausstellte. Er erzählte der Polizei, dass er bald darauf Leute schreien hörte und drinnen irgendwelche Sachen herumgeschmissen wurden. Der geheimnisvolle Mann ging dann nach draußen, warf eine Art Brandbombe auf den Boden und verschwand in der Dunkelheit. Einige Minuten später erschien die Strafverfolgung am Schauplatz, betrat das Gebäude und kam mit zwei Männern in Handschellen wieder nach draußen. Der Zeuge, über dessen Identität nur bekannt ist, dass er „Slava“ heißt, sagte, dass die Männer ziemlich schlimm verprügelt worden waren.

Die russische Tageszeitung Moskovsky Komsomolets begann mit journalistischen Recherchen und berichtete kürzlich, dass sie im Besitz eines Briefes sei, der vom maskierten Ordnungshüter an die Polizei in Khimki geschickt wurde, und in dem er seinen Ein-Mann-Feldzug gegen lokale Kriminelle und Drogendealer erklärt. Der Mann, der sich selbst nur als „Reaper – der erste Superheld der Menschheit“ bezeichnet, bat auch die Polizei um Mithilfe, „das Böse auszurotten“, indem sie ihm durch die sozialen Medien Hinweise geben.

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ENGLISCH: „DAS MAN IM INNEREN IST, ZÄHLT NICHT. DAS WAS WIR TUN, ZEIGT, WER WIR SIND.“

„Sie kennen mich nicht und es ist unwahrscheinlich, dass Sie je von mir gehört haben“, schreibt der Reaper in seinem Brief. „Ich nenne mich selbst Reaper, und in den letzten sechs Monaten habe ich mit der Krankheit gekämpft, die seit langem unsere Gesellschaft plagt – Kriminalität. Ich bekämpfe Drogendealer, Vergewaltiger und Banden.

Weder töte ich noch verursache ich körperliche Schäden, und ich bin nicht gegen die Polizei oder die Behörden eingestellt, aber ich rotte das Böse aus, dessen weder die Polizei noch die Behörden habhaft werden können“, fügte der Reaper hinzu. „Ihre Hände sind gebunden und sie sind Opfer ihrer eigenen Kollegen und von Kriminellen geworden. Ich strebe keinen Ruhm an und ich suche keine Verbündete oder Nachahmer. Ich bitte nur um etwas Mithilfe durch Informationen.“ Jeder kann ihm auf seiner Twitter-Seite @JnecReaper Tipps über örtliche Verbrecher geben.

 

Und er sagte gegenüber The Plaid Zebra:

Ich wurde mehr als einmal verwundet. [Aber] es ist dumm, sich vor Schmerzen oder Verletzungen zu fürchten, wenn man weiß was man tut.

In dem Brief, den er der Polizei schickte, erwähnte der „Khimki-Batman“, dass er bisher geholfen habe, über 40 örtliche Kriminelle gefangen zu nehmen und mehrere Drogenlabore zerstört habe. Auf seinem Twitter-Profil weist er darauf hin, dass „dies erst der Anfang“ sei.

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ENGLISCH: „JEDER KANN EIN HELD SEIN. AUCH EIN MANN, DER ETWAS SO EINFACHES TUT, WIE EINEM KLEINEN JUNGEN EINEN SCHÜTZENDEN MANTEL UM DIE SCHULTERN ZU LEGEN UND IHM ZEIGT, DASS DIE WELT NICHT UNTERGEGANGEN IST.“

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