AUFRUF ZUM MORD: “JUDEN TÖTEN”-BANNER AN AUTOBAHN AUFGEHÄNGT

Da fällt einem nichts mehr ein! Auf der Schweizer A3 Richtung Zürich haben Unbekannte mehrere Spruchbänder über die Autobahn gespannt. Darauf sind Hakenkreuze und die Aufschrift “I love Hitler!” zu sehen. Auf einem weiteren Banner riefen die Täter sogar zum Mord auf: “Juden töten”.

Bereits am vergangenen Freitagmorgen rückte die zuständige Schweizer Polizei aus, um die Nazi-Plakate zu entfernen. Wie lange die Parolen an den Autobahnbrücken Reichenburg und Richterswill hingen, ist nicht bekannt.

“Wir haben von den Plakaten Kenntnis. Mehrere Patrouillen sind bereits im Einsatz, um diese zu entfernen, weil so etwas nicht zulässig ist”, sagte Polizei-Sprecher Florian Gassmann gegenüber dem Newsportal “20Minuten“.

Die Nazi-Aktion wird juristische Folgen haben.

Sich in den Falschen zu verlieben, ist oft eine Geschmacksverirrung.
Sich in den Falschen zu verlieben, ist oft eine Geschmacksverirrung.

“Das beunruhigt die jüdische Gemeinschaft”, sagte Jonathan Kreutner, Generalsekretär des Schweizerisch Israelitischen Gemeindebundes. Er vermutet, dass hinter den judenfeindlichen Schmierereien eine gezielte Aktion steckt. Denn die Täter gehen weit über die Anwendung von Hakenkreuzen, wie sie bei ähnlichen Angriffen bekannt ist, hinaus.

Hetze gegen Juden in der Schweiz ist nichts Neues. Im Internet komme es immer wieder zu Beschimpfungen. Kreutner kennt die Probleme. Die Anfeindungen haben sich von der Straße auch in die Social-Media-Kanäle verlagert. Doch “ein Mordaufruf gegen Juden in dieser Dimension schreckt uns auf”.

Schweizer Juden wollen nun Anzeige gegen Unbekannt erstatten. Der Vorfall auf der A3 sei zu schwerwiegend, als dass man ihn stillschweigend hinnehmen könne. Zudem verstoßen die Urheber der Plakate gegen die in der Schweiz geltende Rassismus-Strafnorm.

Die Ermittlungen laufen.

Die Plakate verstoßen gegen die Schweizer Rassismus-Strafnorm. Das zieht strafrechtliche Konsequenzen nach sich.

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