Bill Gates: „Erschwert es den Afrikanern, nach Europa zu gelangen“

Warum hat Bill Gates mehrere hundert Millionen Dollar gespendet, um Armut und Krankheit in Afrika zu bekämpfen, wenn er sagt „Je großzügiger man ist, umso mehr spricht es sich herum und umso mehr Leute werden motiviert?“

Der (offiziell) reichste Mann der Welt mit einem Vermögen in Höhe von 85,9 Milliarden Dollar (75,3 Milliarden Euro), der Mitgründer von Microsoft und Philanthrop Bill Gates – der durch den immensen Reichtum und Einfluss seiner in Seattle ansässigen Bill & Melinda Gates Foundation die Prioritäten bei der internationalen Entwicklung verdrehte und die Globalisierung der Konzerne förderte – hat politische Führungspersönlichkeiten in Europa dazu gedrängt, „es Afrikanern zu erschweren, Europa zu erreichen“ und mehr für ausländische Hilfe auszugeben, um gegen die sich verschärfende „Migrationskrise vorzugehen, die den Kontinent zu überfordern droht“.

Es könnten bis zu 6,6 Millionen Menschen sein, die nach Europa gelangen wollen, einschließlich 2,5 Millionen, die darauf warten, von der Nordafrika aus das Mittelmeer zu überqueren. In einem Interview mit der deutschen Zeitung Welt am Sonntag warnte Gates:

„Einerseits möchten Sie Flüchtlinge aufnehmen, sich großzügig zeigen. Doch je großzügiger Sie sind, umso mehr spricht sich das herum – was wiederum noch mehr Menschen motiviert, Afrika zu verlassen. Deutschland kann unmöglich diese gewaltige Masse an Menschen aufnehmen, die sich dann auf den Weg machen würde.“ Dies bedeute unglücklicherweise, so Gates weiter, „dass Sie es Menschen aus Afrika erschweren müssen, die bisherigen Transitrouten nach Europa zu benutzen.“

Die Stiftung von Bill und Melinda Gates hat 36 Milliarden Dollar gespendet, um Gesundheits-, Entwicklungs- und Bildungsprojekte zu finanzieren und extrem armen Familien südlich der Sahara zu helfen. Also wenn Bill Gates sagt, „je großzügiger man ist, umso mehr spricht es sich herum und umso mehr werden die Leute motiviert“, warum hört er dann nicht mit seiner Großzügigkeit in Afrika auf?

Tweet: Ich frage mich, ob Bill Gates mit seinen gefährlichen Impfungen in Afrika aufhören wird oder Europa sagen wird, dass es damit damit aufhören soll, Afrika seiner natürlichen Ressourcen zu berauben?

Der Hintergrund

Die Spannungen wegen der Migrationskrise in Europa nehmen zu, indem der österreichische Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil kürzlich sagte, dass sein Land seine Grenzen nach Italien schließen und Soldaten entsenden wird, um sie zu sichern, wenn es keine Verlangsamung der Neuankünfte gibt.

Außenminister Sebastian Kurz wiederholte Doskozils Empfindungen: „Wir bereiten uns vor und werden notfalls unsere Brenner-Grenze [den wichtigsten Bergpass durch die Alpen zwischen Italien und Österreich] schützen.“

Der italienische Innenminister Marco Minniti war „offen gesagt überrascht“ von Doskozils Drohung, angesichts dessen, dass „es eindeutig keine Notsituation am Brenner-Pass gibt und die Zusammenarbeit mit der österreichischen Polizei perfekt funktioniert“.

Minniti verurteilte die Drohung als „eine ungerechtfertigte und beispiellose Initiative“, die die „Zusammenarbeit bei der Sicherheit“ der beiden Länder „beeinträchtigt, wenn sie nicht sofort korrigiert wird“.

Gates’ Kommentare wurden zu einem Zeitpunkz geäußert, als Minniti gerade Krisengespräche mit seinen französischen und deutschen Amtskollegen über die Migrationskrise führte. Italien, das beinahe 85% der diesjährigen Neuankömmlinge aufgenommen hat, hat sich für eine Hilfe von anderen Nationen der Europäischen Union ausgesprochen, indem es erklärt hat, dass es Mühe habe, dies alleine zu bewerkstelligen. Nachdem Italien eine drastische Drohung ausgesprochen hatte, seine eigenen Häfen für Boote von Migranten zu schließen, rief Minniti die Nachbarstaaten in der EU dazu auf, ihre Häfen für Rettungsschiffe zu öffnen, um die Migranten aufnehmen.

Aus den Zahlen der UNO geht hervor, dass zwischen dem 1. Januar und 3. Juli mehr als 85.000 Migranten in Italien landeten (hauptsächlich von Nordafrika), ungefähr 9.300 in Griechenland, beinahe 6.500 in Spanien und über 270 in Zypern. Während zwar die Zahlen der Ankommenden des Jahres 2017 immer noch überwältigend sind, bleiben sie dennoch weit unterhalb derjenigen des letzten Jahres. Während der gleichen Periode des Jahres 2016 überquerten 231.503 Menschen die europäischen Grenzen.

 

Quelle: http://derwaechter.net

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