Ein 5-jähriger Junge überlebt Herztransplantation nach Komplikationen.

Der 5-jährige Ari Schultz hat in seinem kurzen Leben schon viel Leid erfahren müssen. Seine Eltern, Mike und Erica Schultz, leben mit ihren zwei weiteren Kindern im US-Bundesstaat Massachusetts, wo sich auch das Bostoner Kinderkrankenhaus befindet, in dem Ari wegen einer seltenen Erkrankung 189 Tage verbringen musste.

 

Bereits während der Schwangerschaft von Erica diagnostizierten Ärzte bei dem kleinen Ari einen Herzfehler, der ihm sehr zusetzte und ihn in Lebensgefahr brachte. Also mussten die Ärzte gleich zweimal zu einer kritischen Prozedur greifen: Sie operierten das ungeborene Baby im Mutterleib! Zum Glück waren beide Eingriffe gut verlaufen, dennoch wurde seine Krankheit nicht geheilt.

Ari litt nämlich am sogenannten „hypoplastischen Linksherz-Syndrom“. Dabei ist, grob gesprochen, die linke Hälfte des Herzens unterentwickelt und stört den Blutkreislauf des Kindes nach der Geburt. Wird der Herzfehler nicht erkannt, führt dies innerhalb des ersten Lebensmonats zum Tode des Neugeborenen.

Durch die frühen Operationen konnte Aris Leben verlängert werden, wenngleich er stets Medikamente einnehmen und Infusionen erdulden musste. Trotzdem kann ein Herz, das von diesem Syndrom betroffen ist, nicht vollkommen gesunden. Daher benötigte der kleine Junge aus Massachusetts ein neues. Die Chance, ein Spenderherz für den kleinen Kämpfer zu finden war verschwindend gering.

Doch nach schier endlosen 211 Tagen auf der Warteliste kam die rettende Botschaft: Ein passendes Spenderherz wurde gefunden und sofort die Operation für Ari vorbereitet. Das folgende Video (auf Englisch) zeigt die freudige Reaktion des kleinen Jungen nach Erhalt der Neuigkeit:

Es kamen jedoch erneut Probleme auf. Ari stieß das Herz ab und sein Zustand verschlechterte sich zwei Wochen nach der Transplantation bis zum Herzstillstand. Waren die Eltern durch diesen Zustand schon am Rande ihrer Kräfte, kam es noch zu einem weiteren schweren Unglück für die Familie, dass sie beinahe zerbrach: Ihr Zuhause wurde wegen Schimmelbefalls unbewohnbar und musste sogar abgerissen werden.

„Wir waren im Grunde obdachlos“, sagte Aris Vater Mike. „Aber sehr viele Leute waren uns eine riesige Hilfe, haben unsere Kinder abgeholt. Wir mussten eine ziemlich harte Zeit überstehen.“ Währenddessen war der kleine Ari weiterhin ans Krankenhausbett gefesselt und kämpfte um sein Leben. An seiner Seite fand sich stets sein Glücksbringer, sein geliebter Baseballschläger, den er hoffte, irgendwann wieder benutzen zu können.

Eine Weile war Ari an lebenserhaltende Maschinen angeschlossen, bis das erhoffte Wunder geschah. Das Herz des Jungen begann wieder zu schlagen und er konnte das Krankenhaus verlassen – nach 189 endlosen Tagen. Seine Familie und Geschwister sind überglücklich, dass Ari endlich wieder bei ihnen und in ihrem neuen Zuhause bleiben kann.

„Das Erste, was er tat, als er ins Haus ging, war, gleich weiter in den Garten zu gehen“, erzählt Mike. „Er lief raus und sprang auf dem Trampolin. Dann schnappte er sich seinen Baseballschläger und fing an, einige Bälle zu schlagen.“

Nun kann er endlich wieder im Garten spielen und muss nicht mehr im Krankenhaus übernachten. Vielleicht wird aus ihm eines Tages ein großer Spieler? Bei seiner Leidenschaft kann man es sich leicht vorstellen.

Quelle: http://www.heftig.de

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