GRAUSAME TRADITION: WENN MÄDCHEN 5 EURO FÜR DIE EIGENE ZWANGSENTJUNGFERUNG ZAHLEN MÜSSEN…

Er wird dafür bezahlt, junge Mädchen zu entjungfern. „Hyäne“, so bezeichnet er sich. Ein Sexarbeiter, der in südlichen Teilen Malawis seine Dienste ausübt. Es ist eine Tradition, die unethischer und schockierender nicht sein kann. Junge Mädchen werden gezwungen mit einem „Hyänen“ Sex zu haben, damit sie zur Frau werden können. Weigern sie sich, werden sie von ihrer Familie und ihrem Dorf verstoßen, weil sie so Unheil und Verderben bringen. Wie genau diese Tradition abläuft und was sich noch hinter diesem Aberglaube verbirgt, erfahrt ihr hier.

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Nur so wirst du zur Frau.

„Das macht 5 Euro.“ So viel kostet umgerechnet ungefähr der Sex mit einem „Hyänen“ und damit die sexuelle Reinigung eines Mädchens, damit sie im reinen Zustand den Übergang in das Leben einer Frau beginnen kann. Dieser Akt der Verwandlung erfolgt innerhalb der ersten drei Tage während der ersten Menstruation des Mädchens. Es ist eine Tradition, die mit einem tiefen Aberglauben verbunden ist, der von vielen Dörfern so schnell nicht losgelassen wird.

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Mitsprache? Du nicht!

Die Mädchen haben keinerlei Mitspracherecht und werden zum Sex mit den „Hyänen“ gezwungen, der meistens ohne Schutz oder jegliche Verhütung erfolgt. Denn „Hyänen“ sind Auserwählte und demnach frei von jeglichen Krankheiten. Ein Irrtum, der für die Mädchen verheerende Folgen hat. Das schrecklich Unmenschliche daran ist, dass viele „Hyänen“ von ihren Krankheiten wie beispielsweise HIV wissen – und dennoch ohne Kondome mit den Mädchen Sex haben (!). Es wird von ihnen bewusst verschwiegen!

Geteiltes Leid ist halbes Leid…

Nicht nur Mädchen werden genötigt, Sex mit „Hyänen“ zu haben, sondern auch verwitwete Frauen. Es gilt als Tradition, das Witwen sich einer sexuellen Reinigung unterziehen müssen, ehe sie die Erlaubnis bekommen, ihre Ehemänner zu beerdigen.

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Und auch Frauen, die eine Abtreibung hinter sich haben, müssen sich zu einem „Hyänen“ begeben. Es ist ein Brauch, bei dem die Mädchen und Frauen Schreckliches über sich ergehen lassen müssen, leiden und gedemütigt werden. Viele Frauen leiden ein Leben lang an Selbsthass, weil sie es ertragen und sich nicht gewehrt haben.

Wann hat es ein Ende?!

Obwohl diese Tradition in vielen Teilen Malawis nicht mehr allgegenwärtig ist, spielt sie dennoch in vielen südlich gelegenen Dörfern Malawis eine Rolle. Warum? Es ist immer schwer sich von Traditionen zu trennen, besonders für die Menschen, die wirklich (!) daran glauben und daran festhalten.

Es gibt bereits Aufklärungsunterricht in Schulen und auch politische Führungskräfte klären auf und bitten darum, diese Tradition nicht mehr fortzuführen. Es gibt mittlerweile auch Zufluchtsorte für Mädchen und Frauen, die sich von dieser Tradition befreien wollen. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Brauch bald sein Ende findet.

*Titelbild Quelle: Photo credit: kooklanekookla via Visual Hunt / CC BY

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