In dieser Familie ist der Vater die Mutter und die Mutter der Vater.

Im südamerikanischen Ecuador ist gerade eine ganz besondere Familie entstanden. Denn Fernando Machado und Diane Rodriguez sind keine gewöhnlichen Eltern.

In dieser Familie ist der Vater Fernando eigentlich die biologische Mutter und Diane Rodriguez der biologische Vater. Sie sind nämlich beide transsexuell.

Fernando wurde mit weiblichen Geschlechtsteilen geboren und Maria genannt, bei Diane war es umgekehrt, sie hat männliche Geschlechtsteile und wurde daher als Junge großgezogen. Inzwischen leben beide glücklich als das Geschlecht, das sich für sie richtig anfühlt.

Da keiner von beiden eine Operation brauchte, um sich in seiner neuen Identität wohl zu fühlen, hat auch keiner von ihnen eine angleichende Korrektur vornehmen lassen.

Als sie beschließen, eine Familie zu gründen, kommt es daher so, dass Fernando das Kind in seinem Bauch austrägt.

Schon während der Schwangerschaft zeigen sie sich öffentlich im Internet. Um mehr Akzeptanz gegenüber Transgender-Menschen zu erreichen, zeigen sie, dass sie eine ganz normale Familie sind – bis auf ein paar kleine Details eben.

„Wir versuchen, den Mythos um transsexuelle Menschen zu brechen“, sagt die stolze Mutter. Diane ist eine Aktivistin für die Rechte transsexueller Menschen und weiß, wie schwer sie es in Ecuador haben können. Für ihre Arbeit wurde sie bereits oft angegriffen und 2012 sogar entführt und misshandelt.

Als der erste Ultraschall das Kind sichtbar werden lässt, sind sie völlig aus dem Häuschen.

Am Tag der Geburt sind dann auch im Krankenhaus alle aufgeregt, denn solch ein Paar haben sie nicht oft hier. Doch mit Diane an seiner Seite übersteht Fernando die Geburt ohne Komplikationen.

Bleibt nur noch, der bunten kleinen Familie alles Gute zu wünschen. Ein Hoch auf die Liebe!

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