Japan entsorgt radioaktiven Abfall der Fukushima-Katastrophe im Pazifischen Ozean

Obwohl es bestens bekannt ist, dass die Nachwirkungen der Nuklearkatastrophe von Fukushima einen Schaden für die menschliche Gesundheit, Wildtiere und die Umwelt darstellen, beabsichtigt die für den sauberen Betrieb von Fukushima hauptsächlich verantwortliche Betreibergesellschaft Tokyo Electric Power Company (TEPCO), mit Tritium – einer radioaktiven Form von Wasserstoff – belastetes Wasser im Pazifischen Ozean zu verklappen. Zurzeit gibt es ungefähr 580 Fässer des radioaktiven Wassers, das dazu benutzt wurde, die beschädigten Reaktoren des Kernkraftwerks zu kühlen.

RADIOAKTIV VERSEUCHTER LACHS AUS KANADA MIT BLUTIGEN KREBSTUMOREN – BALD AUCH IN DEUTSCHEN REGALEN, DANK DEM FREIHANDELSABKOMMEN MIT KANADA, WELCHES DIESES JAHR BESCHLOSSEN WURDE.

Laut The Independent hat die Entscheidung des Unternehmens, belastetes Wasser von der dreifachen Kernschmelze im Meer zu entsorgen, Einheimische und Bürger auf der ganzen Welt erzürnt. Trotz des heftigen Aufschreis erklärte der TEPCO-Chef Takashi Kawamura: „Die Entscheidung steht bereits fest.“ Allerdings ist es TEPCO gesetzlich nicht erlaubt, beinahe 777.000 Tonnen radioaktives Wasser in den Pazifischen Ozean freizusetzen, bis die Regierung die letzte Zustimmung erteilt hat. „Wir können nicht weitermachen, wenn wir nicht die Unterstützung des Staates haben“, sagte Kawamura.

Zu jenen, die durch den Vorschlag aufgebracht sind, mit Tritium kontaminiertes Wasser im Ozean zu entsorgen, gehören Fischer, die sagen, dass die Entscheidung einen Einfluss auf ihre Lebensgrundlage haben werde. Kanji Tachiya, der Vorsitzende der einheimischen Fischer-Kooperative, erklärte zum Beispiel gegenüber der Presse: „(Tritium) im Meer freizusetzen, wird eine neue Welle unbegründeter Gerüchte hervorrufen, die all unsere Anstrengungen zunichte macht.“

TEPCO behauptet, Tritium sei für Menschen kaum gefährlich, außer wenn man ihm in hohen Mengen ausgesetzt ist. Der NRA-Vorsitzende Tanaka sagte, die Chemikalie sei „in ihrer Radioaktivität so schwach, dass sie keine Plastikumhüllung durchdringen wird“. Der Ozeanograph Simon Boxall, der an der Universität von Southampton arbeitet, stimmt dem zu. Er sagte zu The Guardian: „Im Großen und Ganzen, wird es am Maßstab des Ozeanbeckens gemessen nur minimale Auswirkungen haben, wenn sie letzten Endes den Stoff in den Pazifik gießen.“

Ob das Wasser die Wildtiere beeinträchtigt, ist fraglich, aber noch bedenklicher für Umweltaktivisten ist das Potenzial, dass ähnliche Praktiken üblicher werden könnten. „Sie sagen, dass es sicher sein wird, weil der Ozean groß ist, und es daher verdünnt wird, aber das schafft einen Präzedenzfall, der nachgeahmt werden kann, indem grundsätzlich jedem erlaubt wird, nukleare Abfälle in unseren Meeren zu entsorgen“, sagte Aileen Mioko-Smith von Green Action Japan. Angesichts dessen, dass die von Fukushima ausgehende Strahlung in der Vergangengheit bereits zwei Roboter lahm gelegt hat, glauben manche, dass es gute Gründe dafür gibt, sich Sorgen zu machen.

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