US-Atomwaffen werden durch ’70er-Jahre-Computer mit 8-Zoll-Disketten gesteuert

Die USA geben jedes Jahr mehr als eine halbe Billion Dollar für Rüstung aus. Im Jahr 2011 haben die USA zum Beispiel mehr (in absoluten Zahlen) für ihr Militär ausgegeben als die nächsten 13 Nationen zusammen. Derzeit sind die Verteidigungsausgaben auf die Summe der nächsten 7 Nationen zusammen gefallen.

Die USA haben inoffiziell die Verantworung für die Verteidigung Europas durch die NATO übernommen. Viele wichtige Nationen in Europa zählen heute auf die USA, um einen globalen Konflikt zu bewältigen. Das gibt dem Land eine große Bürde auf. Bei einer solchen Verantwortung erwarten die Beobachter eigentlich, dass die USA eine aktuelle Kriegstechnologie haben, die ihren Gegnern treffend begegnen kann.

 

Aber ein für den Kongress vorbereitets nationales Dokument hat gezeigt, dass die Atomwaffen des Landes immer noch durch eine veraltete Technologie gesteuert werden. Dem Dokument zufolge wird das militärische Atom-Arsenal von Computern gesteuert, welche in den 1970er Jahren gebaut wurden und noch 8-Zoll-Disketten verwenden.

Darüber hinaus gibt das Land rund 60 Milliarden Dollar pro Jahr aus, um museumsreife Computer zu unterhalten. Zudem sind die Schöpfer dieser Computer im Ruhestand, und viele Mitarbeiter, welche die Computer warten, wissen nicht einmal, wie sie die Geräte weiterhin betreiben können.

 

Das Strategische Automatisierte Kommando- und Kontrollsystem des Verteidigungsministeriums (DDSACCS), das zum Senden und Empfangen von Notfall-Meldungen an US-Atomstreitkräfte verwendet wird, läuft auf einer 1970er-IBM-Computing-Plattform, die immer noch 8-Zoll-Disketten verwendet.

„Wir reden hier nicht einmal über die moderneren 3,5-Zoll-Disketten, welche die Milleniums-Generation bereits nur als das Symbol für Datenspeicherung vergangener Tage kennen dürften. Wir reden hier vielmehr über die Original 8-Zoll-Diskette, die ein großes Disketten-Viereck mit einer Magnetplatte darin war. Sie waren ab 1971 kommerziell erhältlich, wurden aber 1976 durch die 5¼-Zoll-Diskette ersetzt, und danach durch die vertrautere 3,5-Zoll-Hartplastik-Diskette imJahr 1982″, so beschreibt es ein Kommentar im Guardian.

Der US-Rechnungshof hat eingeräumt, dass die Computer, die einen solch wichtigen nationalen Bereich betreiben, veraltet sind. Er fügte hinzu, dass Teile für die Computer nicht ersetzt werden können, da sie veraltet sind.

 

In Reaktion auf das Dokument sagte das Pentagon, dass es dabei sei, einen vollständigen Ersatz der veralteten Computer zu organisieren. Es heißt, dass die gesamte Aufwertung der Atomwaffensysteme des Landes länger dauern würde, aber die Disketten würden bis zum Ende dieses Jahres ersetzt werden.

Diese Offenbarung hat einige Beobachter zu der Frage veranlasst, ob die USA tatsächlich die Fähigkeit haben, sogar eine Atomwaffe zu starten, falls die Notwendigkeit entsteht. Der amerikanische Ökonom und Journalist, Paul Craig Roberts formulierte es so, die USA seien „für den Krieg bereit, aber nicht darauf vorbereitet“.

Was machen die Beamten im Verteidigungsministerium eigentlich mit den riesigen Militärausgaben, wenn das Land immer noch eine so veraltete Technologie benutzt, um seine Atomwaffen zu betreiben?

 

 

 

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