Video über einen kleinen norwegischen Jungen, der kein Mittagessen hat, rührt Millionen Menschen

Die norwegische Regierung tut sich wegen des Mangels an Pflegefamilien schwer damit, verwaisten Kindern zu helfen. Um die Menschen dazu zu ermutigen, Kinder zu adoptieren, stellte ein kreatives Team namens Kitchen Leo Burnett ein Video für die norwegische Regierung zusammen und stellte es auf die Facebook-Seite der norwegischen Direktion für Kinder, Jugend und Familie, wo es sich sehr schnell verbreitete. Eine weitere Facebook-Seite, Everything About Silence (übersetzt: Alles über Stille), hat das Video ebenfalls hochgeladen. Das Video wurde seither zwischen Juni und Juli mehr als 134 Millionen Mal gesehen.

Im Video klingelt eine Schulglocke, und Kinder im Klassenzimmer holen ihre Lunchpakete heraus, um ihr Mittagessen zu genießen.

Ein kleiner Junge öffnet sein Lunchpaket. Aber da ist nichts drin.

Dann zeigt er auf und bittet darum, von der Klasse entschuldigt zu werden, weil er nichts zu essen hat.

Der kleine Junge trinkt einen Drink aus dem Wasserbrunnen und hofft, das werde seinen Hunger stillen.

Während die anderen Kinder essen, verbringt der Junge die Zeit damit, aus dem Fenster zu starren.

Bedrückt kehrt er an seinen Platz und will gerade seine leere Lunchbox weglegen, da sie kein Essen enthält.

Aber da bemerkt er, dass die Box schwer geworden ist. Er öffnet die Box und stellt fest, dass sie nun nicht mehr leer ist.

Zu seiner Überraschung sieht er, dass die Box mit Nahrung bestückt ist.

Der Junge erkennt, dass seine Klassenkameraden ihre eigenen Mittagessen mit ihm geteilt hatten, während er aus dem Klassenzimmer war.

Das Video endet mit der Zeile „Lösungen sind oft näher als Du denkst“ und ermutigt die Menschen, Waisenkinder in Erwägung zu ziehen, da die norwegische Regierung Pflegefamilien für Kinder braucht.

Das Video brachte zahlreiche Menschen zum Weinen und inspirierte viele, Geschichten von ihren Kindern oder Studenten zu erzählen, die bemerkt hatten, dass Klassenkameraden hungrig waren und ihr Essen mit ihnen teilten, ohne darum gebeten worden zu sein.

Megan Harrington, Dant. Mein 8-jähriger Junge nahm jeden Tag zwei Snacks mit zur Schule. Eines Tages fragte ich ihn: „Bist Du wirklich so hungrig, dass du zwei Snacks brauchst?“ (Mein Sohn ist ein guter Esser) er sagte mir, dass er den anderen Snack für einen Jungen in seiner Klasse mitnimmt, der nie einen Snack mit in die Schule gebracht hat. Er erzählte mir auch, dass der Junge andere Kinder fragen wird, ob er die Reste von ihren Mittagstellern haben könne, sowie auch ihre Milch, und dass er niemals für den Tag Geld mitbrachte, an dem es Snow-Cone-Eis gibt, immer freitags. Mein Sohn gibt ihm immer seine Milch, weil er sagt, dass wir zu Hause eine Menge Erdbeermilch haben, und Trinkwasser aus dem Wasserbrunnen ist okay für ihn. Seitdem gebe ich meinem Sohn extra Snacks und Geld mit, nur um sicherzustellen, dass dieses Kind nicht ausgelassen wird. Es bricht mein Herz, an ein Kind zu denken, das dort nur hungrig sitzt oder nicht in der Lage ist, ein Eis zu genießen, während alle anderen es tun. Aber ich bin stolz auf meinen Sohn, dass er auf ihn zugeht und ihm hilft. Jetzt mache ich mir allerdings Sorgen den ganzen Sommer über, da ich soeben ein Haus in einem anderen Bezirk gekauft habe und mein Sohn im nächsten Jahr nicht mehr mit ihm die gleiche Schule besuchen wird.

Rania Stefanidoy. Einst beschwerte sich in der Unterrichtsstunde einer meiner Schüler, dass er sich nicht wohlfühlte. So unterbrach ich den Unterricht und fragte ihn, ob er etwas gegessen hätte. Es stellte sich heraus, dass er zuletzt morgens früh ein Glas Milch getrunken hatte, und nun war es bereits 12:30 Uhr. Ich brauchte nichts zu sagen. Meine übrigen Kinder begannen eins nach dem anderen, ihre Taschen zu öffnen und Kekse, Früchte, Schokolade herauszuholen, was auch immer sie mitgebracht hatten. Wir machten eine kleine Pause und hatten alle etwas zu essen. Wir wollten nicht, dass der Junge sich schämen und abgesondert fühlen würde. Mein Herz war zerrissen, aber zur gleichen Zeit war ich auch bewegt und stolz auf alle meine Schüler!

„Wir lieben die Tatsache, dass der Film so viele Menschen auf der ganzen Welt anspricht. Manchmal können kleine Dinge einen großen Unterschied machen. Wir hoffen, dass dieser Film die Menschen dazu bringen kann, auf Kinder zuzugehen, die ihre Hilfe brauchen“, sagte ein Sprecher der norwegischen Direktion für Kinder, Jugend und Familie gegenüber BuzzFeed News.

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