WEGEN EINES FEHLERS FINDET JUNGER VATER KEINEN JOB

Mark Cropp hat kein einfaches Leben. Auch eine riesige Gesichtstätowierung macht das Ganze nicht besser. Jetzt beklagt sich der 19-Jährige, dass er einfach keinen Job findet. Woran das liegt?

Vor zwei Jahren wurde der damals 17-Jährige, dessen Freundin zu diesem Zeitpunkt hochschwanger war, ins Gefängnis gesteckt, u.a. wegen schwerem Raub, Waffengebrauch und mutwilliger Zerstörung.

Seine Jugend verlief alles andere als gut. Mit elf Jahren wurde er bereits von der Schule geworfen. Der “nzherald” erzählte der 19-Jährige jetzt: “Ein Grund, warum ich so bin, wie ich bin, ist, dass ich ohne meine Eltern aufgewachsen bin, ich bin mit Drogen und Alkohol aufgewachsen und wurde so ein Krimineller.”

Im Gefängnis traf er dann auf seinen Bruder, mit dem er sich eine Zelle teilte. Weil andere Insassen den jungen Mann offenbar mobbten, hatten er und sein Bruder eine “geniale” Idee: ein neues Tattoo.

Unter Alkoholeinfluss stach der Bruder ihm ein riesiges Bildnis ins Gesicht. Zwischen beiden Ohren steht jetzt ganz groß “DEVAST8” unter der Nase geschrieben. Die harte Alkohol-Mischung brauten sich die Brüder aus gegorenen Äpfeln, Zucker und Brot. Die Gefängnisleitung bekam erst nach der Aktion davon Wind.

Doch Mark Cropp steht dazu und will trotz Tattoo einen Job finden.
Doch Mark Cropp steht dazu und will trotz Tattoo einen Job finden.

Jetzt ist Mark wieder draußen. Seine Freundin musste ihr Baby in die Obhut des Jugendamtes abgeben, das Kind lebt nicht mehr bei ihr. Das Paar wohnt in einer Wohnwagen-Notunterkunft. Beide wollen ihre Tochter nun unbedingt zurück.

Eine Tattooentfernung lehnte Mark bislang ab. Jetzt will der 19-Jährige schnell einen Job finden, doch das ist gar nicht so leicht. Auf Facebook lud er sein Foto auf einer Job-Seite hoch. “Ich hatte genug von den Leuten, die mich wegen meines Gesichtstattoos verurteilten, deswegen habe ich das Foto auf Facebook hochgeladen, um zu zeigen, dass ich ein ganz normaler Mensch bin und mich niemand verurteilen muss, nur weil ich so aussehe.”

Doch viele Unternehmen stellen den 19-Jährigen nicht ein – wegen des Tattoos. Trotzdem hat sein Mut sich auch ausgezahlt, denn einige Angebote hat der Vater schon bekommen. Auch eine Entfernung wurde ihm angeboten. Da ist er sich aber noch unsicher.

“Das ist ein Teil von mir. Aber wenn es sein muss, ich es loskriegen muss, um ein normaler Mensch zu sein, dann muss ich es wohl tun.”

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