WENN FRAUEN IHRE BABYS TÖTEN WOLLEN

„Halt endlich deine verdammte Klappe und hör auf so zu schreien. Wäre ich nur nie Mutter geworden. Es ist zum Kotzen. Ich hasse dich, ich wünschte du wärst tot!“ Bitte, was? – Monika weiß, dass sie ihrem Sohn unrecht tut, doch kann sie nicht aus ihrer Haut. Sie hasst ihr Leben als Mutter und sie verteufelt ihr eigenes Kind – mit jedem Tag mehr. Für sie ist ganz klar, tot wäre ihr der Junge lieber. Wie tief ein solcher Hass gehen kann und wie vielen Müttern es so geht, erfährst du hier.

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Die grausamen Gedanken und die tiefe Abneigung sieht man den lächelnden Gesichtern meist nicht an. Doch mit jedem wütenden Schreianfall, mit jeder voll gekackten Windel wächst die Idee vom Kindsmord, versteckt hinter der perfekten Mama-Fassade. Nur in der Anonymität des Internets legen die potentiellen Mörderinnen ihre Masken ab und leben ihren Hass leidenschaftlich aus. Für die leidenden Kinder kommt die Hilfe hingegen oft zu spät.

„Regretting Motherhood 2.0“: Wenn aus Reue echter Hass wird

„Regretting Motherhood“ ist ein Phänomen, das lange totgeschwiegen wurde. Die israelische Studie der Soziologin Orna Donath aus dem Jahr 2015 und diverse Bücher zum Thema hauchten dieser Diskussion endlich Leben ein – ganz besonders in Deutschland. Doch das Phänomen geht noch viel tiefer. Das hier hat nichts mehr mit Reue oder Wochenbettdepression zu tun. Wir reden von blankem Hass und Mordgedanken. Mutterliebe kennen die betroffenen Kinder nur aus der Glotze.

Das ist kein abartiger Scherz. Es gibt sie wirklich, die Frauen, die ihren Kindern nach dem Leben trachten. Die Gründe hierfür sind vielseitig sowie absurd. Die Kinder dienen einfach als Auslöser und Schuldige für alle nur denkbaren Probleme. Es ist unglaublich, wie viel Macht diesen kleinen Quälgeistern von ihren Müttern nachgesagt wird. Da könnte so mancher Bösewicht mit Weltherrscherambitionen vor Neid platzen. Im Internet lassen sich die krassesten Dinge lesen.

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Von Eifersucht auf die Aufmerksamkeit der Familie…

„Früher habe ich viel von meiner Familie bekommen, aber jetzt bekommt der Kleine alles, obwohl ich doch ihre Tochter bin, sie beachten nur noch ‚das kleine Biest‘. Wir haben uns sogar schon fast verfeindet. Meine ganze Familie kümmert sich nur noch um ihn, ich hasse ihn so!!!“

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…über totaler Überforderung und übler Missgunst…

„Wenn er stolpert und hinfällt, tröste ich ihn nicht. Warum auch? Ich lasse ihn schreien und freue mich, wenn er leidet, weil er mich leiden lässt. Ich gehe nicht mit ihm schwimmen oder zum Spielplatz oder solche Sachen – nein, er soll einfach keinen Spaß haben. Ich habe ja auch keinen.“

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…bis hin zur Verantwortung für alles, was im Leben so schief läuft…

„Ich hasse ihn! Er soll weg! Ich glaube er macht das extra, er will nicht, dass es mir mal gut geht. Er versaut mir mein ganzes Leben! Ich kann nirgends mehr hin, ich habe keine Freunde mehr, keine Familie und mit meinem Freund geht es täglich bergab!“

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…findet man einfach ALLES. Als vermeintliche „Lösung“ scheint für die Frauen oft nur der Mord am eigenen Kind in Aussicht.

„Ich habe sogar schon Mordgedanken. Ich habe gedacht, wenn wir zusammen schwimmen sind, passe ich einmal freiwillig nicht auf und schwups bin ich ihn los. Dann sieht wie ein Unfall aus und mir kann keiner etwas nachweisen!“

Keine Garantie und vom Umtausch ausgeschlossen

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Es ist einfach nicht jedes weibliche Wesen für das Muttersein gemacht. Wie soll man auch bereits im Voraus wissen, ob ein Baby das Richtige für einen ist. Nur weil man einen Uterus hat, ist man der ganzen Sache nicht automatisch besser gewachsen als ein Mann. Es gibt zur Schwangerschaft eben keine Mutterliebe-Garantie oder ein rundum Sorglos-Paket für Vorzeige-Mamis gratis dazu. Die betroffenen Frauen finden keinen Zugang zu ihren Kindern, bauen einfach keine Gefühle auf. Die Kinder spüren das und reagieren mit auffälligem und anstrengendem Verhalten, mit dem sie ihre Mütter nur noch mehr nerven – ein elender Teufelskreis. Das Schlimme ist, dass es jede Frau treffen kann – dich, deine beste Freundin oder eben mich.

Was tun, wenn man so fühlt?

Es gibt tatsächlich verschiedene Möglichkeiten mit diesem harten Problem umzugehen und der Kindsmord steht ganz sicher nicht auf dieser Liste! Spezielle Therapien und Mutter-Kind-Kuren können das Verhältnis hingegen nachhaltig verbessern. Das Jugendamt steht dir mit Rat und Tat zur Seite und organisiert im Notfall auch die Unterbringung der Kinder in einem neuen Zuhause. Ansonsten lautet die Devise: reden, reden, reden. Vertrau dich deinen Angehörigen ruhig an. Auf jeden Fall solltest du dich nicht mit deinem Hass zurückziehen und dich von ihm zerfressen lassen. Einfach mal diese eklig perfekte Mutti-Fassade fallen lassen und sich der Realität stellen. Angriff ist die beste Verteidigung. Also Klappe auf und lass dir helfen.

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