SPAZIERGÄNGERIN FINDET VERMEINTLICHEN BERNSTEIN: PLÖTZLICH BRENNT IHRE JACKE

Auch mehr als 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wird weißer Phosphor aus Brandbomben an deutschen Stränden angeschwemmt.

Eine arglose Spaziergängerin verwechselte den Klumpen der gefährlichen Chemikalie mit hübschem Bernstein, wie die Polizeidirektion Bad Segeberg am Sonnabend mitteilte.

Die 41-Jährige entdeckte am Freitag am Elbstrand von Wedel ein fingernagelgroßes Stück im nassen Sand und steckte ihn in die Jackentasche. Als der vermeintliche Bernstein trocknete, entzündete er sich und verbrannte die Jacke. Die Frau blieb unverletzt.

Eine Suche nach weiteren Phosphorbrocken an dem Strandabschnitt westlich von Hamburg blieb ohne Erfolg.

Trockener Phosphor entzündet sich selbst und verbrennt den Angaben zufolge mit einer Temperatur von 1300 Grad. Er ist mit Wasser nicht zu löschen.

Die entstehenden Verbrennungen sind weitaus schwerwiegender als normale Brandwunden und in der Regel nur noch durch Hauttransplantationen in Spezialkliniken zu behandeln.

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