Zehnjährige in Wiener Bad sexuell belästigt

Ein Syrer soll im Hütteldorfer Bad eine Zehnjährige begrapscht haben, er wurde inzwischen angezeigt. Der von Erziehungsberechtigten alarmierte Bademeister war weitgehend untätig geblieben.

Ein zehn Jahre altes Mädchen ist am Samstag im Hütteldorfer Bad in Wien sexuell belästigt worden. Ein 42-jähriger Mann soll das Kind an Gesäß und Kopf berührt haben, als sich dieses gemeinsam mit einer Freundin bei der Rutsche angestellt hatte, berichtete dessen Mutter am Sonntag. Polizeisprecher Thomas Keiblinger bestätigte den Vorfall am Montag, der Verdächtige wurde wegen sexueller Belästigung angezeigt.

Die Zehnjährige war mit einer Freundin bei der Wasserrutsche angestellt, der Verdächtige stand vor ihr. Er ließ die beiden Kinder vor, griff der Zehnjährigen dann aber mehrfach auf den Kopf und auf das Gesäß. Das Mädchen hatte Angst, rutschte mit seiner Freundin hinunter, danach verständigten die beiden ihre Eltern.

Die Erziehungsberechtigten alarmierten einen Bademeister, der aber weitgehend untätig blieb, obwohl die Kinder den Mann einwandfrei erkannten. Dieser stritt jedoch alles ab. Der Bademeister sagte laut der Mutter der Zehnjährigen daraufhin, dass eine Alarmierung der Polizei nichts bringen würde, weil Aussage gegen Aussage stehe.

Verdächtiger noch nicht einvernommen

„Meine Tochter, ihre Freundin und die Familie der Freundin verließen also das Bad. Ich wusste bis dahin nichts von dem Vorfall und wartete am Parkplatz auf meine Tochter. (…) Genau als ich kam, ging der Mann aus dem Bad heraus und meine Tochter erkannte ihn“, schilderte die Mutter des Mädchens den Vorfall. Sie ließ die Polizei rufen, die den 42-Jährigen vorläufig festnahm.
Die Kinder identifizierten ihn eindeutig und schilderten den Ablauf genau. Der syrische Staatsbürger selbst wurde bisher nicht einvernommen, er gab an, kein Deutsch zu sprechen. Ein Dolmetscher war am Wochenende nicht verfügbar. Der 42-Jährige wurde auf Anweisung der Staatsanwaltschaft wegen sexueller Belästigung auf freiem Fuß angezeigt.

Quelle: DiePresse

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