ER BEFAHL EINEM VATER, SEIN KLEINES KIND (2) ZU MISSBRAUCHEN

Im Prozess wegen Anweisungen zum sexuellen Missbrauch einer Zweijährigen wurden am Freitag am Landgericht Erfurt die Plädoyers und das Urteil verkündet.

Am Donnerstag hatte der Angeklagte, der 34-jährige Richard G. aus Gotha, in einem vorgelesenen Brief an die abwesende Mutter des Opfers, Reue gezeigt.

Ihm wurde vorgeworfen, einem Mann aus Lübeck via Video-Chat Anweisungen zum Missbrauch dessen Tochter gegeben und dabei zugesehen zu haben.

Der Vorsitzende Richter, Holger Pröbstel, schloss eine Bewährungsstrafe nicht aus. Der Angeklagte habe seine Taten eingeräumt und einen Täter-Opfer-Ausgleich angestrengt.

Diese bekam Richard G. nun auch. Er wurde zu einem Jahr und 10 Monaten auf Bewährung verurteilt. Staatsanwältin Claudia Polz hatte eine Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten wegen schweren, gemeinschaftlichen sexuellen Missbrauchs an einer Minderjährigen gefordert. Der Angeklagte habe nicht nur zu der Tat angestiftet, sondern sei selbst Täter. Polz kündigte an, in Revision zu gehen.

Gegen den Mann aus Lübeck war bereits im Juni ein Urteil gesprochen worden. Die Richter verurteilten den damals 29-Jährigen zu zehn Jahren und neun Monaten Haft, weil er nach ihrer Überzeugung seine zweijährige Tochter über Monate immer wieder vergewaltigt, gequält und dabei gefilmt hatte.

Zudem ordneten sie die Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie an. Einen Mittäter verurteilten sie zu zehn Jahren Gefängnis.

Bundesweit wird gegen mehr als 50 Männer ermittelt, die den Missbrauch live im Internet verfolgt haben sollen.

Quelle:
www.tag24.de/

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