NACH DER SCHULEINFÜHRUNG ERSCHOSS ER SEINEN SOHN: WO STECKT DER DREIFACH-KILLER?

Die Polizei ist weiterhin auf der Suche nach dem Mann, der am Donnerstagabend drei Menschen in Villingendorf im Schwarzwald erschossen hat.

Das bestätigte am Samstagmorgen ein Polizeisprecher. Die Fahndung in Deutschland sowie international laufe weiter. Am Freitagabend wurde die Suche in dem umliegenden Waldgebiet ergebnislos abgeschlossen. “Wir haben dort niemanden gefunden”, sagte Polizeisprecher Thomas Kalmbach der Deutschen Presse-Agentur.

Nach Polizeiangaben erschoss der 40-Jährige seinen sechsjährigen Sohn, den neuen Lebensgefährten seiner Ex-Frau und dessen Cousine.

Die Mutter des getöteten Erstklässlers, der erst am Donnerstag eingeschult worden war und am Freitag seinen ersten regulären Schultag gehabt hätte, floh zu einer Nachbarin. Auch ein dreijähriges Mädchen überlebte.

Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von einer Beziehungstat aus. Kaltblütig und unvermittelt habe der Todesschütze am Donnerstagabend das Feuer auf seine Opfer eröffnet. “Die Personen dürften keinerlei Chancen gehabt haben, dem zu entkommen”, sagte Ermittlungsleiter Rolf Straub bei einer Pressekonferenz in Villingendorf.

Drei Menschen erschoss der Killer, darunter seinen Sohn.
Drei Menschen erschoss der Killer, darunter seinen Sohn.
Der Täter feuerte aus einer “Langwaffe”, wohl aus Beständen der ehemaligen jugoslawischen Armee. Bei dem Flüchtigen handelt es sich um einen Kroaten.

Es sei davon auszugehen, dass er die Waffe noch bei sich führt. Bei der “Langwaffe” handele es sich vermutlich um ein Gewehr, hieß es später bei der Polizei auf Nachfrage. “Aber so lange wir die Waffe nicht haben, können wir das nicht ganz genau wissen”, sagte Kalmbach.

Der mutmaßliche Todesschütze ist der Polizei bekannt. Er sei wegen Körperverletzungs- und Bedrohungsdelikten vorbelastet, hieß es. Zu Haftstrafen sei er aber nicht verurteilt worden.

Der sechsjährige Junge war erst wenige Stunden vor der Tat eingeschult worden. Am Freitag wäre sein erster regulärer Schultag gewesen.

Die Mutter und ihr Sohn lebten nach Angaben der Gemeinde Villingendorf erst seit März 2017 in dem Ort in einer Einliegerwohnung. Der Besitzer des Hauses soll derzeit im Ausland sein.

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