SKRUPELLOSE HUNDEMAFIA: DAS ILLEGALE GESCHÄFT MIT KRANKEN WELPEN

In keiner anderen Stadt wird derart schmutzig und ohne Reue mit kleinen Hundebabys gehandelt. Berlin ist ein idealer Ort für die Hundemafia. Auf U-Bahnhöfen, Hinterhöfen oder im Internet werden Welpen für kleines Geld verramscht. Nicht selten endet die Tortur tödlich, wie der Berliner Kurier berichtet.

Die nur wenige Tage alten Tiere werden viel zu früh ihrer Mutter entrissen und in Kartons oder viel zu enge Käfige gesteckt. Dort harren sie aus bis sich ein neuer Besitzer gefunden hat. Lange dauert dies nicht, denn die kleinen süßen Welpen wünschen sich viele, doch oftmals fehlt das nötige Geld, um bei einem seriösen Züchter zu kaufen.

Hier kommt die Hundemafia ins Spiel. Über das Internet, Kleinanzeigen oder sogar in den sozialen Netzwerken werden die Tiere für minimalistische Summen verkauft. Reizvoll für angehende Hundebesitzer, denn von Bulldogge bis Schäferhund bekommt man nahezu jede Rasse.

Doch hinter den Schnäppchen verbirgt sich eine kriminelle Maschinerie. Die Tiere sind krank und verängstigt. Aus diesem Leid machen sich die dubiosen Anbieter nichts, die selbst vorm Hundegesetz nicht zurückschrecken. Schließlich ist der Verkauf ohne Papiere strafbar.

Tierschutzrechtler Stefan Klippstein (33) kämpft seit Jahren gemeinsam mit der Polizei gegen die Hundemafia.

Er gehe davon aus, dass wöchentlich 250 Welpen in Berlin verkauft werden. “Allerdings wird nicht jeder Fall erfasst. Das muss besser werden”, sagt Klippstein.

Der Tierschutzrechtler kennt die Tricks der Verkäufer gut. “Wenn man sich zum Kauf des Tieres verabredet, führen sie einen an dubiose Orte. Ein Muttertier wie versprochen, gibt es nicht”, sagt er zum Kurier.

Für 20 bis 30 Euro werden die Tiere aus Polen nach Berlin gebracht, wo sie in Wedding, Reinickendorf oder Spandau für 180 bis 300 Euro auf der Straße oder im Internet verkauft werden. “Der Gewinn ist enorm. Deshalb sind sozial schwache Gebiete für den Handel beliebt”, sagt der 33-Jährige.

Lieber ein Tier aus dem Tierheim holen, da weiß man, woher es kommt, rät Klippstein.

Quelle: www.tag24.de

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