Angst vor Sturm „Nate“ Ausgangssperre in New Orleans verhängt

Washington – Wann hört das endlich auf? Die Folgen der letzten Hurrikane „Harvey“ und „Irma“ sind noch gar nicht überwunden, da kommt schon der nächste Sturm auf die USA zu: „Nate“ zieht heran. Besonders gefährdet ist die Gegend um New Orleans – und die geplagte Stadt bereitet sich vor.
Nach seinem Zug an Mittelamerika und Mexiko vorbei wird der tropische Sturm „Nate“ am Wochenende auf die nördliche Golfküste der USA treffen. Das nationale Hurrikanzentrum der USA erwartete, dass der Sturm sich dann über dem Golf von Mexiko zu einem Hurrikan der schwächsten Kategorie eins aufgebaut hat.
„Nate“ wird für die USA nur wenige Wochen nach dem Durchzug verheerender Hurrikane der vierte tropische Sturm in kurzer Folge. Die US-Meteorologen gaben für Teile Louisianas, Mississippis und Alabamas eine Hurrikanwarnung heraus. Sie wurde zuletzt auch auf die Stadt New Orleans erweitert.

Teile von New Orleans sollen evakuiert werden

Bürgermeister Mitch Landrieu verhängte eine Ausgangssperre, die von Samstagabend 18 Uhr an gilt. Einige Gebiete der Stadt sollen nach Angaben der Zeitung „The Times Picayune“ außerdem evakuiert werden. Fernsehbilder zeigten Menschen, die Sandsäcke füllen.
New Orleans, das in „Nates“ Korridor liegt, hat mit Stürmen besonders schwerwiegende Erfahrungen gemacht. 2005 wurde es von Hurrikan „Katrina“ getroffen. „Nate“ ist aber viel schwächer. Die zu erwartenden Wellen infolge des Sturms sollen etwa 1,5 Meter hoch sein. Bei „Katrina“ waren sie vier Mal so hoch.

Hurrikanes wüten in den USA

„Nate“ wird an der Küste mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde erwartet. Danach wird er wohl bis Dienstag mit starken Regenfällen und Winden über Georgia, South und North Carolina bis über Virginia und weiter hinauf nach Nordosten ziehen.
Am 25. August wurde die texanische Küste vom Hurrikan „Harvey“ getroffen. Hurrikan „Irma“ ging am 10. September in Florida an Land. Das US-Außengebiet Puerto Rico wurde am 10. September von Hurrikan „Maria“ verwüstet.

Nach Angaben der „Washington Post“ sollen „Nates“ Folgen an der Golfküste etwa in der Größenordnung von „Isaac“ liegen, einem Kategorie-eins-Hurrikan von 2012. Es soll zwar Stromausfälle und Überschwemmungen geben. Deren Folgen wurden aber am Freitag im Vergleich zu den jüngsten Stürmen als eher glimpflich eingeschätzt.
In Mittelamerika sind infolge von „Nate“ mindestens 23 Menschen gestorben. Der Sturm verursachte in Costa Rica, Nicaragua und Honduras starken Regen, Überschwemmungen und Erdrutsche. Danach nahm er Kurs auf die mexikanische Halbinsel Yucatán.

Quelle: Berliner-kurier.de

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