AUTOBAHN VERSINKT IM MOOR UND DAS SOLL DER GRUND SEIN

In den vergangenen Tagen war auf der Fahrspur der Autobahn 20 in Mecklenburg-Vorpommern ein riesiges Teilstück weggebrochen . In diesem Abschnitt, auf Höhe Tribsees, sei ein riesiges Loch von etwa von 10 Metern Breite, 40 Metern Länge und 2,50 Metern Tiefe entstanden.

Insgesamt seien etwa 1000 Kubikmeter Erde weggesackt, hieß es. Die A20 ist deshalb – in Richtung Rostock zumindest – an dieser Stelle komplett gesperrt. Wie der Nordkurier berichtete, soll beim Bau gepfuscht worden sein.

Zumindest geht davon Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) aus: “Leider hat sich, salopp formuliert, die Redewendung ,Wer billig kauft, kauft doppelt’ bestätigt”. Bei der Planung wurde beschlossen, das Teilstück mit einem “neuen innovativem System” zu bauen, um Kosten sparen zu können.

“Statt der traditionellen Bauweise einer Moorbrücke mit mächtigen Betonpfeilern wurden sehr viel schlankere Säulen, dafür aber wesentlich mehr davon, eingesetzt, um die Straße zu tragen”, so Pegel weiter.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn die abgesackte Straße brach bereits zwölf Tage nach der Vollsperrung in sich zusammen. “Wir werden jetzt nachträglich eine traditionelle Moorbrücke errichten müssen”, sagte der Verkehrsminister.

Abschätzen könne man jedoch noch nicht, wie lange das dauern wird und wie hoch die Kosten dafür sein werden. Unterdessen leiden die Gemeinden an der Umleitungsstrecke unter dem Verkehr.

Anke Haß vom Amt Recknitz-Trebeltal in Bad Sülze berichtete von einer gefühlten Verfünffachung des Verkehrsaufkommens in den Ortschaften entlang der Umleitungsstrecke.

Ein Sprecher des Landkreise Rostock, sagte, dass mit dem Landesstraßenbauamt Stralsund die Optimierung des Verkehrsflusses abgestimmt werde. Dazu sollen Ampelschaltungen entlang der Umleitungsstrecke angepasst werden.

Quelle: tag24.de

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