BEWEISMITTEL VERSCHWUNDEN! DEUTSCHE STUDENTIN IN TUNESIEN GETÖTET

Am 23. August 2014 wurden die Bielefelder Studentin Ahlem Dalhoumi (21) und ihre 18 Jahre alte Cousine Ons durch Polizeischüsse in Tunesien getötet. Jetzt wird die Aufklärung durch eine Panne weiter erschwert.

Die beiden waren damals nachts gemeinsam mit sechs weiteren Verwandten und Freunden im Auto unterwegs, als Polizisten sie in Kasserine zum Halt aufforderten. Als sie nicht stoppten, schossen die Beamten: Ahlem und ihre Cousine wurden in den Kopf getroffen, zwei weitere Insassen des Fahrzeugs am Oberkörper.

Die lokalen Behörden sagten, das Auto sei mit hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen. Die Insassen hätten nicht auf Warnschüsse reagiert. Dem widersprachen die Angehörigen: Die Polizisten hätten sich weder als solche zu erkennen gegeben, noch sei es möglich, auf der besagten Straße schnell zu fahren.

Die Schüsse seien zudem gezielt in Kopfhöhe gefeuert worden. “Das war für mich Mord”, hatte Ahlems Vater gesagt. Den Opfern sei selbst die Erste Hilfe verweigert worden.

Sichergestellte Projektilteile, die als Beweismittel dienen sollten, sind nun auf dem Postweg zwischen Düsseldorf und Bonn verschwunden. “Das so etwas in Deutschland passiert, hätten wir nicht für möglich gehalten”, wird Arbia Dalhoumi, Tante von Ahlem und Ons (18), im Westfalen-Blatt zitiert.

Die Familie lebt in Bonn, Ahlem studierte seit Herbst 2013 Jura an der Universität Bielefeld.

Quelle: tag24.de

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