DEFEKT KURZ NACH DEM START: FLUGZEUG MUSS 80 TONNEN KEROSIN ÜBER PFALZ ABLASSEN

Erneut hat ein Passagierflugzeug über Rheinland-Pfalz große Mengen Kerosin abgelassen. Dieses mal handelte es sich um einen Flug von Frankfurt nach Houston/Texas.

Wie die Zeitung “Rheinpfalz” berichtete, handelt es sich um den Lufthansa-Flug LH440, der am Dienstagvormittag nonstop die Strecke fliegen sollte. Wie die DFS (Deutsche Flugsicherung) der “Rheinpfalz” bestätigte, bemerkten die Piloten schon kurz nach dem Start der Maschine gegen 10.16 Uhr, dass sich das Fahrwerk nicht vollständig einziehen ließe.

Daraufhin musst der Flug abgebrochen werden und es wurde erneut Frankfurt angesteuert. Damit die Landung problemlos funktioniert, müsse das Flugzeug allerdings relativ leicht sein. Mit einem vollen Tank wäre der Flieger demnach zu schwer. Für solche Fälle setzen die Piloten das sogenannte “Fuel Dumping” ein – lassen also Kerosin über einem Gebiet ab.

Der DFS-Sprecher wies bereits bei der letzten Ausschüttung darauf hin, dass es sich beim “Fuel Dumping” um ein Notverfahren handele, über das allein der Pilot entscheide. Die Flugsicherung weise ihm nur ein Gebiet zu, über dem er das Kerosin versprühen könne. Die Mindesthöhe liege bei 1830 Metern. Umstritten ist, wie viel Kerosin verdunstet und wie viel auf dem Boden aufkommt.

In diesem Fall waren es 80 Tonnen Kerosin, die abgelassen wurden. Auf die Frage der “Rheinpfalz”, wo genau dies geschah, machten DFS und Lufthansa keine näheren Angaben. Allerdings soll der Flieger über dem Pfälzerwald eine Schleife geflogen haben und danach zur Landung angesetzt haben.

Bereits zwei Male zuvor in diesem Jahr hatten Flieger über dem Gebiet Kerosin abgelassen. 2016 wurden sechs Fälle von sogenanntem “Fuel Dumping” über Rheinland-Pfalz gezählt.

QUelle: .tag24.de

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