Die USA haben mehr als 20 Millionen Menschen in 37 „Opfer-Nationen“ getötet seit dem Zweiten Weltkrieg – Wie? Lesen Sie hier…

Unlängst beging die Welt einen weiteren Jahrestag zum Gedenken der Anschläge vom 11. September 2001, welche die Welt so wie wir sie kannten, verändert haben und seitdem einen terroristischen Schleier über den Planeten geworfen haben. Der Krieg gegen den Terror wurde ausgerufen; die Prämisse war ein global vereinheitlichter Bürger, die Freiheit war angegriffen worden, „Gott segne Amerika.“

Als George Bush in seiner berühmten Rede zugegebenermaßen die Welt zu einem neuen Krieg zusammenzog, sagte er folgendes:

„Die Amerikaner sind Kriege gewohnt, indes waren es in den letzten 136 Jahre Kriege auf fremdem Boden, mit Ausnahme der Ereignisse in Pearl Harbour an einem Sonntag im Jahre 1941.“

Es ist dieses Zitat, mit dem ich die Aufmerksamkeit lenken möchte auf die unzähligen Todesopfer nicht während 136 Jahren, sondern lediglich auf diejenigen seit dem Zweiten Weltkrieg, für welche man die Vereinigten Staaten von Amerika teilweise schuldig halten mag.

Stellvertreterkriege weisen besonders Opferzahlen aus; es gibt kaum eine Nation, wo die militärische Macht der USA nicht durch Grenzen hindurchgedrungen wäre. Ja, Kriege sind unglaublich komplex und chaotisch. Aber es ist wichtig zu erkennen, dass, obwohl Russland, China, Nordkorea und all die anderen Nationen, die des Blutvergießens beschuldigt werden, auf ihre eigene Art und Weise schuldig sind, die Vereinigten Staaten jedoch einen großen Teil der Verantwortung mitzutragen haben.

Eine Studie, zusammengestellt von James A. Lucas, erklärt mit harten Beweisen, dass 37 Nationen durch die Beteiligung der USA tief betroffen wurden. Jedermann mit einem Geschichtsbuch kann für sich selbst nachvollziehen, dass der selbsternannte Kämpfer für die Freiheit – die USA – nicht immer das sind, wonach es aussieht.

Afghanistan und Russland

Die meisten sind mit dem Begriff ‚Mujahadeen‘ vertraut. Er weckt Assoziationen an Russen, den Krieg und die Invasion der Sowjetunion in Afghanistan.

Was Viele nicht wissen, ist, wie dieser Stellvertreter-Krieg zustande kam, oder dass Afghanistan – damals eine weltliche Nation – mit seinen russischen Nachbarn freundschaftliche Beziehungen hatte.

Also, was ist passiert?

Im Jahre 1998 räumte Zbigniew Brzezinski ein, dass eine von der CIA initiierte Schlacht zu 12.000 Todesopfern in Afghanistan geführt hatte, die direkt den Vereinigten Staaten zuzuschreiben sind. Die Carter-Regierung hatte damals zugestimmt, den Rebellen, die das pro-sowjetische Regime stürzen wollten, „Geheime Hilfe“ zur Verfügung zu stellen. Sehr wohl in dem Bewusstsein, dass die Bereitstellung dieser Hilfe eine militärische Intervention seitens der Sowjetunion nach sich ziehen würde, hatte man es dennoch beschlossen.

Mit Brzezinskis Worten von 1998, „Bedauern?, Was denn? Diese Geheimoperation war eine ausgezeichnete Idee. Sie hatte die Wirkung, die Russen in die afghanische Falle zu locken, und Sie wollen, dass ich es bereue? “

6 Milliarden US-Dollar später, und nach 10 Jahren Krieg, zählt die Bilanz mehr als eine Million Tote.

Die anderen Interventionen, über die weniger gesprochen wird…

Da gibt es kleinere Nationen, die weniger bemerkenswert sind in den Geschichtsbüchern, welche aber ebenso verwüstet wurden durch die Umstürze, Staatsstreiche und Interventionen, die mit freundlicher Genehmigung der Vereinigten Staaten stattgefunden haben.

Der Bürgerkrieg in Angola dauerte 26 Jahre, mit einer Zahl von 300.000 bis 750.000 Toten, je nach Literatur, die Sie lesen. Es wurde berichtet, dass Kissinger behauptet habe, die USA hätten in Angola eingreifen müssen, weil “die Sowjetunion bereits Militärhilfe für die Volksbewegung zur Befreiung Angolas (MPLA) in Form von kubanischen Truppen bereitstellen würde”. Jahre später entdeckte man, dass er gelogen hatte und dass die Sowjetunion sehr widerwillig gewesen war, sich überhaupt auf Angola einzulassen.

Im Tschad sind rund 40.000 Menschen getötet und über 200.000 gefoltert worden, nachdem die CIA Hissen Habré im Jahre 1982 zur Macht verhalf.

Dann gibt es da die berühmte CIA Intervention in den Verlauf der Wahlen in Chile und Salvador Allende, der zum Präsidenten gewählt wurde. Am 11. September 1973, beging Allende entweder Selbstmord oder wurde ermordet. General Augusto Pinochet kam an die Macht im Jahr 1974 – unter starker Befürwortung durch Henry Kissinger, und Tausende wurden ermordet, gefoltert oder verschwanden einfach spurlos.

In den 1960er-Jahren erlitt die Dominikanischen Republik 3.000 Todesopfer nach einem CIA-Putsch zum Sturz von Juan Bosch. Als die Bürger versuchten, den Mann wiederzuernennen, drangen die USA mit 22.000 Soldaten ein.

Aber Sie haben nicht erwähnt…

Der Krieg in Korea? „Die USA warfen 650.000 Tonnen Bomben ab, darunter 43.000 Napalm-Bomben.“ Die Zahl der Todesopfer liegt irgendwo zwischen ein paar hundert Tausend bis zu 4,5 Millionen Koreanern und Chinesen, je nach Literatur die man liest.

Der Vietnamkrieg? Wenn Sie Laos einschließen, wo schätzungsweise 200.000 Menschen durch US-Bomben gestorben sind, bringt es die Zahl der bereits von der Vietnam-Regierung geschätzten 5,1 Millionen Toten weiter nach oben – aber nur ein wenig.

Kambodscha und die Roten Khmer? Millionen wurden geschlachtet, nachdem die USA das Land zerstört zurückließen und dabei ein Machtvakuum für die psychopathischen Tendenzen von Pol Pot bereitstellten.

Oder wir könnten die zentrale Rolle betrachten, die die USA gespielt haben beim Einsetzen von General Suharto als Führer von Indonesien nach den in Osttimor verübten Gräueltaten von 1975, die mehr als ein Viertel der Bevölkerung das Leben kosteten. Das war das Werk von Gerald Ford und Henry Kissinger, die Suharto mit amerikanischen Waffen versorgten…

Im Jahr 1991 geschah es wieder, als in Osttimor Demonstranten in Dili von Suhartos Militär niedergeschossen wurden.

Insbesondere können wir die Irak-Kriege nicht vergessen, jenseits der Sanktionen: „übermäßig hohe Todesrate bei Kindern” unter 5 Jahren liegt bei 227.000, und bei realistischer Schätzung eher bei 350.000, gemäß einigen Statistikern. Lassen Sie es mich wiederholen: Eine Viertelmillion Kinder unter 5 Jahren. Tot.

Abschließend…

Wenn man solche Statistiken durchsieht, wird es zunehmend schwieriger, unparteiisch zu bleiben.

Haben die vergangenen Kriege die Vorbedingungen geschaffen, die zur Tragödie am 11. September führten?

Es fällt mir nicht leicht, es zu sagen: Die Opfer jener Zeit, und all die unschuldigen Zivilisten, die seit dem Beginn des Bush-Kriegs gegen den Terror in Amerikas Zorn verfangen sind, haben sehr gelitten. Seitdem leidet jeder.

In Bürgerkriege einzutreten, Staatsstreiche anzustiften, funktionierende Regierungen zu stören, Nationen in Stellvertreter-Kriege zu locken… warum ist der 11. September nicht noch früher passiert?

Quelle: http://news-for-friends.de

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