Fake News mit fatalen Folgen: Das sind fünf berühmte Propaganda-Lügen der Geschichte

Ständig ist die Rede von Fake News. Man könnte meinen, das sei ein neues Phänomen. Doch bewusste Falschmeldungen gab es schon immer. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass viele der Lügen sogar dramatische Folgen hatten, die viele Menschen das Leben kosteten.

Seit Wladimir Putin die Krim besetzen ließ und seine Soldaten „auf Urlaub“ in die Ostukraine schickte, seit Donald Trump sich seine Wahrheiten so zurechtbiegt, wie es ihm gerade passt und AfD-Politiker hemmungslos mit Fake News – also bewussten Falschmeldungen – den politischen Gegner attackieren, sind Lügen in der Politik offenbar salonfähig geworden. Das ist jedoch keine neue Entwicklung.

Seit Menschen Politik machen, ihre Meinungen durchsetzen wollen und Kriege führen, gehörten Lügen immer dazu. Ganz gleich, ob bei den alten Griechen, den Päpsten des Mittelalters, den Bolschewisten und Nazis, der Stasi oder im Weißen Haus in Washington. Die Folgen waren oftmals dramatisch und kosteten viele Menschen das Leben. Die fünf folgenden Beispiele sind nur ein ganz kleiner Ausschnitt berühmter Lügen aus der jüngeren Geschichte.

Die Mär von Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen

Am 11. September 2001 hatten islamistische Terroristen die USA mit Flugzeugen angegriffen, von denen zwei in das New Yorker World Trade Center rasten. Die furchtbare Bilanz: Rund 3000 Tote. US-Präsident George W. Bush schwor Rache – und brauchte dringend Erfolge. Er fokussierte sich auf das brutale Regime des irakischenHerrschers Saddam Hussein. Die US-Regierung behauptete, Saddam verfüge über ein Arsenal von Massenvernichtungsmitteln, die eine Gefahr für den Rest der Welt darstellten. Bush schickte seinen Außenminister Colin Powell in den Weltsicherheitsrat. Powell war ein Mann, der Vertrauen genoss und als seriöser Politiker galt.

Doch als er am 5. Februar 2003 in seiner Rede behauptete, Saddam verfüge über mobile Labore zur Herstellung biologischer Waffen und arbeite auch daran, chemische und nukleare Waffen herzustellen, traf er bei vielen seiner Verbündeten, nicht zuletzt bei dem deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder und dessen Außenminister Joschka Fischer, auf Skepsis.

Am 20. März begann Bush den Krieg gegen den Irak. Allein: Belege für angebliche Waffenlabore wurden nie entdeckt. Saddam wurde gestürzt, aber der Irak kam nicht zur Ruhe, sondern wird noch immer regelmäßig von Bombenanschlägen erschüttert. Bis heute sind nach verschiedenen Quellen mehr als 100.000 Zivilisten umgekommen. Colin Powell distanzierte sich später von seinen eigenen Äußerungen im UN-Sicherheitsrat.

Am 11. September 2001 hatten islamistische Terroristen die USA mit Flugzeugen angegriffen, von denen zwei in das New Yorker World Trade Center rasten. Die furchtbare Bilanz: Rund 3000 Tote. US-Präsident George W. Bush schwor Rache – und brauchte dringend Erfolge. Er fokussierte sich auf das brutale Regime des irakischenHerrschers Saddam Hussein. Die US-Regierung behauptete, Saddam verfüge über ein Arsenal von Massenvernichtungsmitteln, die eine Gefahr für den Rest der Welt darstellten. Bush schickte seinen Außenminister Colin Powell in den Weltsicherheitsrat. Powell war ein Mann, der Vertrauen genoss und als seriöser Politiker galt.

Doch als er am 5. Februar 2003 in seiner Rede behauptete, Saddam verfüge über mobile Labore zur Herstellung biologischer Waffen und arbeite auch daran, chemische und nukleare Waffen herzustellen, traf er bei vielen seiner Verbündeten, nicht zuletzt bei dem deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder und dessen Außenminister Joschka Fischer, auf Skepsis.

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