Harald Glööckler predigt jetzt in Kirchen


Der exzentrische Designer hat eine neue Berufung gefunden: Er predigt jetzt

Jetzt entert Harald Glööckler (52), Deutschlands exzentrischer Modeschöpfer, das Reich Gottes. Und macht damit die Kirchen voll …
Am Mittwoch erscheint „Fuck you, Brain“, das neue Buch von Harald Glööckler (Plassen Verlag). Es listet die Erfolgstipps des Modeschöpfers auf. Auf den letzten Seiten erzählt Harald Glööckler, wie er zu seiner neuen Berufung kam – als Prediger!

„Nachdem ich im Auftrag der deutschen Bibelgesellschaft einen Schmuckschober für eine neue Luther-Bibel zum 500-jährigen Jubiläum entwickelte, gab es eine Predigt-Anfrage der evangelischen Kirchengemeinde Niederhöchstadt“, erzählt Harald Glööckler BamS.

„Ich wurde als Prediger für einen ,Go Special‘ Gottesdienst gebucht. Ich predigte in einem Kino vor 700 Leuten.“ Die „Go Special“-Gottesdienste richten sich eigentlich an Kirchenkritiker, doch Harald Glööckler faszinierte sie alle.

Vor seinem ersten Auftritt hatte der Modeschöpfer mächtig Bammel. „Ich dachte nur: ,Was hast du dir da jetzt wieder angetan!‘“, schmunzelt Glööckler, der sich in seiner ersten Predigt an seinen ersten Besuch in der Kirche erinnerte.

Glööckler: „Ich schaute an die Decke und dachte: ,An sich wäre da ein Kronleuchter schön, an anderen Stellen hätten ein paar hübsche Bilder gepasst.‘ In Gedanken habe ich das Ganze schon einmal umdesigned, ein bisschen Prunk wäre schon schön.“

Von den kirchlichen Insignien hält er wenig, die sind irgendwie uncool. Glööckler: „Man hat mir erzählt, dass dieser Luther den Prunk aus den Kirchen entfernt hat, und ich dachte: ,Was für ein Quatsch!‘ Und dann hing da immer dieser Jesus am Kreuz. Und ich dachte: ,Das ist ja furchtbar! Wieso zeigen die Jesus nicht, wie er jemanden segnet oder mit einem Heiligenschein? Man hängt doch auch zu Hause kein Bild von einem Toten im Sarg auf.‘“

Der Modeschöpfer vollendete seine erste Predigt mit einem flammenden Appell: „Wir brauchen keine Kirche, die uns klein macht und sagt, was wir nicht machen dürfen“, predigte Harald Glööckler. „Wir brauchen eine Kirche, die uns stützt, wenn wir stolpern, die uns auffängt, wenn wir fallen!“


Harald Glööckler bei der Präsentation des von ihm designten Schmuckschobers für eine neue Luther-Bibel zum 500-jährigen Jubiläum. Die erste Predigt-Anfrage folgte prompt

Die anwesenden 700 Zuschauer waren begeistert, ein paar Wochen später predigte Glööckler in einem Kinosaal in Mannheim vor 400 Leuten.
„Seine Predigt war gut und tief. Für die Kirche und das Reich Gottes sind Menschen wie Harald Glööckler ein Gewinn“, lobt Pastor Carsten Böhm (41) von der evangelischen Kirchengemeinde Niederhöchstadt.

Er sieht durch Aktionen mit Prominenten wie Harald Glööckler in seinen flotten Spezial-Gottesdiensten eine Welle von Kircheneintritten. Böhm: „Durch unsere ,Go Special‘-Gottesdienste sind unzählige Menschen neu zum Glauben und in unsere Gemeinde gekommen.“

Inzwischen mehren sich die Aufträge für Harald Glööckler, der seine Predigten nun nicht mehr im Kino halten muss, sondern in die Gotteshäuser vordringt: Im November liest er in Kirchen in Frankfurt und Saarbrücken die Weihnachtsgeschichte und wird sie mit seinen Worten interpretieren. Es gibt sogar eine Predigt-Anfrage aus dem katholischen Regensburg.
Seine neue Mission fasziniert den Modeschöpfer und setzt neue Energien frei. „Ich werde meine Predigt-Tätigkeit ausbauen“, sagt Harald Glööckler. „Wenn die ARD zustimmt, übernehme ich auch das Wort zum Sonntag!“

Aus der Kirche ist er übrigens schon vor Jahren ausgetreten…

Quelle: Bild.de

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